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Kreis Gießen (red). Der Landkreis Gießen sucht weiterhin Wohnraum für Flüchtlinge. Die Immobilien sollten Platz für 20 bis 60 Personen bieten. Auch Hinweise auf private Unterkünfte sind willkommen. Der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Hans-Peter Stock (Freie Wähler) bittet Bürger und Eigentümer von Gebäuden in einer Pressemitteilung um Rückmeldungen.

Bereits im Herbst 2021 verzeichnete der Landkreis deutlich gestiegene Zuweisungszahlen von etwa 30 Personen pro Woche - unter anderem durch die Aufnahme von Ortskräften aus Afghanistan, aber auch anderer Gruppen, nachdem während der Pandemie nur wenige Menschen zugewiesen worden waren.

Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine folgten im Frühjahr 2022 wöchentliche Zuweisungen von circa 100 bis 200 ukrainischen Geflüchteten. Seit mehreren Monaten sei die Zahl der Menschen, die von der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes pro Woche zugewiesen werden, wieder im niedrigen zweistelligen Bereich, heißt es in der Pressemitteilung.

»Viele der ukrainischen Kriegsflüchtlinge konnten zunächst - auch über die Wohnraumbörse des Landkreises - in private Unterkünfte vermittelt werden«, erklärt Kreisbeigeordneter Stock, der für den Fachdienst Migration des Landkreises zuständig ist. »Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung aus der Bevölkerung. Zahlreiche Menschen haben den Geflüchteten aus der Ukraine kurzfristig über unsere Wohnraumbörse ein Zuhause gegeben.«

Dieses Erfolgsmodell wolle man daher aufrechterhalten. Personen, die private Unterkünfte zur Verfügung stellen möchten, können sich weiterhin an die Wohnraumbörse des Landkreises wenden unter der E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@lkgi.de.

Allerdings müsse man sich längerfristige Perspektiven für geflüchtete Menschen überlegen, betont der hauptamtliche Kreisbeigeordnete. Dabei könne einer von mehreren Bausteinen die Anmietung oder der Ankauf von Liegenschaften im Kreisgebiet sein. Der Landkreis sucht daher Immobilien, die Platz für 20 bis 60 Personen bieten. Die daraus gewonnenen Kapazitäten würden eine Ergänzung zu den bereits vom Kreistag beschlossenen Modulbauten darstellen.

Wer die Vermietung oder den Verkauf von Gebäuden in Betracht zieht, kann sich gerne beim Fachdienst Migration des Landkreises unter 0641/ 9390-9386 oder per E-Mail an GU@lkgi.de melden.

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