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Mit 200 km/h ins Hofbräuhaus

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Mit einer Sonderzugfahrt der Historischen Bahnbetriebswerk Gießen ging es mit der TEE-Elok 103 nach München. Foto: Wißner © Wißner

Mit der nostalgischen TEE-Elok 103 reisten am Samstag Fahrgäste von Gießen nach München.

Kreis Gießen (twi). Mit 200 Kilometer pro Stunden mit der TEE-Elok 103 von Gießen zum Hofbräuhaus nach München ging es am Samstagmorgen mit einer Eisenbahn-Nostalgiefahrt. Diese hatte der Verein Historisches Bahnbetriebswerk Gießen organisiert und startete zu früher Stunde in Marburg von wo aus es dann mit dem 1. Klasse Schnellzug auf der Main-Weser-Bahn (wie hier bei der Durchfahrt am Bahnhof Großen-Linden) mit Stopps in Gießen und Butzbach über Bad Nauheim, Friedberg, Hanau, Frankfurt-Süd und Darmstadt in die bayerische Landeshauptstadt ging.

Hier war im Hofbräuhaus der historische Festsaal für die Reiseteilnehmer reserviert. Nicht nur weil es sich um eine 1.Klasse-Reise, sondern auch um eine Sonderfahrt handelte hatten hier Inhaber des 9-Euro-Tickets keine Mitfahrgelegenheit. Im Dezember ist eine weitere Fahrt mit der Ellok 103 nach München, dann zum Weihnachtsmarkt, geplant. Der Verein Historisches Bahnbetriebswerk Gießen hat es sich zur Aufgabe gemacht, nachdem 2003 das Bahnbetriebswerk in Gießen stillgelegt wurde, aus dem nördlichen Ringlokschuppen, der Drehscheibe und der Werkstatt ein lebendiges Eisenbahnmuseum zu machen.

Neben dem Erhalt des 1850 der Eisenbahn gewidmeten Gebäudes bietet der Verein auch Sonderfahrten mit historischen Eisenbahnfahrzeugen, so wie nun am Pfingstsamstag an. Mit dem so erwirtschafteten Geld wird versucht nicht nur den Verein zu finanzieren sondern auch das Bahnbetriebswerk zu erhalten.

Zahlreiche Fans an den Bahnhöfen

Bei der 103 handelt es sich um die Starlokomotiven der Deutschen Bundesbahn, welche im Herbst 1970 den Beginn einer neuen Ära in der Geschichte der Bahn einleitete. Mit der 103 stand eine Maschine zur Verfügung, mit der nicht nur eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern im Planbetrieb ausgefahren werden konnte, sondern die auch durch ihre enorme Leistungsfähigkeit in der Lage war, auch schwerste Reisezüge mit 160 Stundenkilometern zu befördern.

Mittlerweile genießt die 103 unter Eisenbahnfreunden Kultstatus und so waren an den Unterwegsbahnhöfen auch zahlreiche Bahnfans mit Foto- und Filmkamera zu sehen, die die Durchfahrt festhielten.

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