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»Mitreden und mitgestalten«

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Reiskirchen (zye). »Reiskirchen 2030 - Mitreden und mitgestalten« lautet der Titel eines Antrags der Freien Wähler, den die Reiskirchener Gemeindevertretung in der jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen hat. Der Gemeindevorstand wird beauftragt, »eine Zukunftsvision für Reiskirchen zu entwickeln und dazu verschiedene Arbeitsgruppen zu bilden«. Der Antrag ist Ausdruck der Unzufriedenheit der Fraktionen mit der Lage der Gemeinde.

Dies hatte sich bereits in den Haushaltsreden gezeigt.

Fraktionsvorsitzender Gerhard Albach betonte, dass die Jahreszahl »2030« keine Frist darstelle, sondern viel mehr die Zukunft und prominente internationale Klimaziele symbolisieren soll. Es sollen Leitlinien der Kommune erarbeitet werden. Den Arbeitsgruppen sollen Vertreter der Fraktionen angehören, ebenso Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Vertreter von Vereinen oder Interessengruppen, Jugendlichen, Kirchen, Gewerbetreibenden und weiteren fachkundigen Bürgern. Auch Beratungsunternehmen zu engagieren, schließen die FW nicht aus.

Als Startkapital nannten sie einen Betrag von 3000 Euro, der im Haushalt 2022 bereitgestellt werden soll. Der Gemeindevorstand solle Fördermöglichkeiten prüfen.

»So schnell wie möglich« solle sich etwas in Reiskirchen tun. Wenig konkret gehe es um »Erhaltung und Stabilisierung der Lebensqualität«, um das Erreichen der »künftigen Klimaziele und die Verringerung der Umweltbelastungen«. Gerade der Umweltschutz sei in der Gemeinde »in gebührendem Maße zu berücksichtigen«, betonte Albach. Die FW wünschen sich mehr Beteiligung der Bevölkerung und wollen dafür die Arbeitsgruppen bilden.

Darin könnte er schwerpunktmäßig um Mobilität und Infrastruktur im ländlichen Raum, Bau- und Gewerbegebiete, Kommunikation/Außendarstellung mit Wirtschaft/Finanzen, Vereinswesen/Ehrenamt/Kitas (mit Bezug auf demografischen Wandel) sowie Klima-, Wald- und Hochwasserschutz gehen. Änderungen oder Ergänzungen wären aber noch denkbar.

Reinhard Strack-Schmalor (SPD) wies darauf hin, dass es bereits vorher Arbeitskreise gegeben habe. »Die haben aus unserer Sicht hervorragende Arbeit geleistet. Das entsprach aber nicht den Vorstellungen unseres Bürgermeisters, so dass diese Arbeitskreise nicht mehr aktiv gewesen sind.« Die Initiative dieser Gruppen, die abseits der Kommunalpolitik arbeiten, wieder zu beleben, unterstützten die Sozialdemokraten.

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