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Müllgebühren sollen stabil bleiben

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Die Müllgebühren im Kreis sollen stabil bleiben, aber die Entsorgung im Abfallzentrum kostet jetzt mehr.

Kreis Gießen (vb). Die allgemeinen Müllgebühren im Landkreis Gießen werden voraussichtlich auch 2022 stabil bleiben.

Allerdings kostet die Entsorgung bestimmter Stoffe, die beim Abfallwirtschaftszentrum in der Lahnstraße in Gießen abgegeben werden, seit 1. Januar mehr Geld. Außerdem muss die Stadt Gießen dem Landkreis mehr Geld für die Entsorgung von Haus- und Biomüll zahlen. Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung die geänderte Gebührensatzung bei einer Nein-Stimme und acht Enthaltungen gebilligt.

Laut Vorlage gab es bei den betroffenen Abfallarten Ausschreibungen, um die Entsorgung neu zu vergeben. Dies ist der Grund für die höheren Gebühren. Für den Betrieb des Kompostwerks in Geilshausen gilt seit 1. Januar ein neuer Vertrag, sodass sich auch hier Gebühren änderten.

Stadt Gießen muss mehr zahlen

Konkret muss die Stadt Gießen dem Landkreis seit 1. Januar pro Tonne Restmüll 176,77 Euro zahlen. Bislang waren es 166,36 Euro. Eine Tonne Gießener Biomüll schlägt mit 57,95 Euro zu Buche (48,14 Euro).

Wer beim Abfallwirtschaftszentrum unter 100 Kilo hausmüllähnliche Gewerbeabfälle oder Sperrmüll anliefert, zahlt dafür jetzt 13 Euro pro Anlieferung. Bisher waren es zehn Euro. Bei größeren Mengen sind 214 Euro pro Tonne fällig (193 Euro). Unter 100 Kilo Dachpappe abzugeben, kostet 35 statt 32 Euro. Liegt die Menge über 100 Kilo, gilt ein Preis von 586 Euro pro Tonne (539 Euro).

Veränderungen gibt es auch bei zementgebundenem Asbest. Unter 100 Kilo kosten pro Anlieferung 22 Euro (19 Euro). Bei größeren Mengen sind 373 Euro pro Tonne zu zahlen (336,70 Euro). Mineralwolle muss staubdicht verpackt sein und kostet pro Anlieferung von unter 100 Kilo 49 Euro (43 Euro). Liegt die Menge über 100 Kilo, gilt ein Preis pro Tonne von 1229 Euro (1223,90 Euro). Eine weitere Änderung betrifft Flach- und Spiegelglas. Wer davon unter 100 Kilo anliefert, zahlt fünf Euro (4,10 Euro). Für größere Mengen wird auf Basis des Preises pro Tonne gerechnet, der von 51,20 auf 62 Euro steigt. Und schließlich muss auch für die Anlieferung von Biomüll am Abfallwirtschaftszentrum oder am Kompostwerk mehr gezahlt werden: 79 Euro pro Tonne statt bisher 73 Euro.

Neuer Vertrag zur Badnutzung

Einstimmig billigte der Kreistag den Vertrag mit dem Zweckverband Hallenbad Lollar/Staufenberg zur Sanierung des Hallenbades in Lollar. Dieser regelt die komplizierten Eigentumsverhältnisse neu und legt fest, dass der Kreis den Zweckverband bei der Sanierung des Daches mit einem Betrag von 400 000 Euro unterstützt - zu zahlen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Als Gegenleistung verpflichtet sich der Zweckverband, das Bad nach der Sanierung für mindestens zehn weitere Jahre zu betreiben und dem Landkreis für den Schulsport zur Verfügung zu stellen.

Das Bad und die ebenfalls sanierungsbedürftige Sporthalle der Clemens-Brentano-Europaschule befinden sich in einem Gebäude. Künftig ist alleine der Zweckverband für das Bad zuständig, während der Kreis die Verantwortung für die Sporthalle trägt.

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