Name für Kita Pauluswiese gefunden

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LINDEN - (ww). Schöne neue Kita-Plätze, aber kein Personal!? Die Frage stellte Meric Uludag von den Linken Jörg König (CDU) während der Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause, da er eine Stellenanzeige für kurzzeitigen Bedarf an Tagesbetreuern in der Kita Pauluswiese gesehen hatte. "Der Fachkräftemangel ist offenkundig, alle suchen", entgegnete König.

Die in Linden wohnende Mahkameh Farahpour-Haghani, die bisher die Kindertagesstätte Obergasse leitete, wird Leiterin der neuen Kita, die jetzt den Namen "Kinderträume" erhielt. Der Betrieb startet demnächst.

Auf eine weitere Frage Uludags gab der Bürgermeister zu, dass das Betreuungsmodell Nachmittagsgruppe in Linden kein Erfolg sei. "Ich gebe ihnen recht." Es gebe wohl keinen Bedarf dafür.

Zum 1. Oktober werde ein IT-Fachmann seine Arbeit in der Lindener Verwaltung aufnehmen, informierte König zudem die Stadtverordneten.

Die Sanierung des gekauften Gebäudes Bahnhofstraße 2a schreite voran. Im Juni sei bereits die Toilettenanlage erneuert worden. Der Magistrat werde eine Arbeitsgruppe für innerörtliche Radwege initiieren. Diese bestehe aus Vertretern der Parteien, der Klimainitiative und auch Radabteilungen der Vereine, um uns fortentwickeln zu können, so König.

Dem Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenbürgermeister Dr. Ulrich Lenz wurde von Bürgermeister Jörg König (CDU) für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Stadt gedankt. Den für ihn gedachten Blumenstrauß reichte Lenz gleich charmant an seine Gattin Karin Lenz weiter, die ebenfalls im Stadtparlament für die Christdemokraten sitzt.

Die Aufwandsentschädigung für Mitglieder des neuen Senioren- sowie des Jugendbeirates in Linden beträgt jetzt pro Sitzung 30 Euro. Das neue Gremium tauchte bisher nicht in der zugrundliegenden Satzung auf. Die engagierten Jugendlichen hatten bisher nur 15 Euro erhalten. Das wurde einstimmig von den Stadtverordneten eingeführt beziehungsweise angeglichen.

Der Radweg zwischen Großen-Linden und Hüttenberg-Hörnsheim kann geplant werden. Hessen Mobil übernehme die Kosten, erklärte Bürgermeister Jörg König (CDU) während der Stadtverordnetenversammlung. Das Land sei jetzt für die Planung von Radwegen allgemein an den Landesstraßen zuständig. Die Kommunen müssten nur vorleisten.

Bürgermeister Jörg König (CDU) informierte über das Bauprojekt "Am Pfad" in Linden, das gegenüber dem Seniorenzentrum realisiert werden soll. Hier war einst ein Steinmetz beheimatet. Dazu wurde eine Bebauungsplanänderung mehrheitlich in die erste Phase gebracht. Derzeit ist hier ein Gewerbegebiet ausgewiesen, das vor der Umsetzung zum Mischgebiet werden müsste. "Dort soll etwas entstehen, was dort hineinpasst", meinte Jörg König zum geplanten Wohn- und Geschäftshaus. Da die Höhe des Hauses zuvor im Bauausschuss kritisiert wurde, betonte König, dass noch bis zum Satzungsbeschluss darüber eine Klärung erfolgen könne. Es werde in jedem Fall kein Hochhaus. FDP und Grüne enthielten sich. Meric Uludag von den Linken stimmte dagegen.

Die Fraktionslosen, Nicolas Kuboschek von der AfD und Meric Uludag von den Linken, haben jetzt volles Rederecht in den Ausschüssen. Für eine entsprechende Satzungsänderung stimmten die Lindener Stadtverordneten. Dr. Christof Schütz (Grüne) betonte, dass das Einräumen des allgemeinen Rederechts in den Ausschüssen eine richtige und wichtige Entscheidung sei. Der Wähler habe nun einmal beschlossen, diese Parteien in das Stadtparlament hineinzuwählen. "Dann macht es natürlich Sinn, ihnen auch die Möglichkeit der Mitarbeit zu geben", sagte Schütz. Gudrun Lang (SPD) kündigte Enthaltung zum Thema an, nachdem die SPD-Hauptausschussmitglieder zunächst gegen eine solche Satzungsänderung waren. Manfred Leun (FW) hatte danach Urteile zur Verfügung gestellt, die belegen, dass das volle Rederecht in den Ausschüssen ein Muss ist. Auf Landes- und Bundesebene wird es Fraktionslosen schon länger gewährt.

In Linden wurde es Fraktionslosen bisher nur eingeräumt, wenn es um eigene Anträge ging, aber nicht zu anderen Themen in den Ausschüssen. Rein pragmatisch geht es auch darum, dass nicht alle Diskussionen im Stadtparlament geführt werden, sondern bereits in den vorbereitenden Ausschüssen debattiert werden kann.

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