Neubaugebiet "Auf der Jägersplatt" in Annerod soll größer werden

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ANNEROD - (ebp). Im Anneröder Narzissenweg reiht sich ein Neubau an den nächsten. Fast alle Grundstücke des zweiten Abschnitts im Baugebiet "Auf der Jägersplatt III" sind bereits bebaut - und mittlerweile dürfen sich die Bewohner auch über gepflasterte Straßen und eine funktionierende LED-Straßenbeleuchtung freuen, denn auch der Endausbau ist fertiggestellt.

Bürgermeister Stefan Bechthold zeigte sich beim Pressetermin am gestrigen Montag zufrieden mit der Entwicklung: "Am Besten läuft es immer, wenn es geräuschlos ist. Und das ist hier der Fall gewesen." Auch Heiner Geißler von der Imaxx-Immobilienmarketinggesellschaft, die die Grundstücke im Auftrag der Gemeinde vermarktet, hatte nur lobende Worte für die Zusammenarbeit mit der Gemeinde parat. Diese laufe "seit Jahren entspannt und fast freundschaftlich". Ebenso galt der Dank dem Planungsbüro Zick-Hessler und der Baufirma Weimer.

Alles verkauft

Der Anblick von Baggern und Baukränen wird für die Anwohner aber noch einige Zeit zum Alltag gehören, denn die Bebauung des dritten Abschnitts steht noch an. Grundstücke sind hier aber schon lange keine mehr zu haben. Der Endausbau ist für Mitte 2019 vorgesehen.

Aufgelegt wurde das Neubaugebiet bereits im Juni 1975. "Auf der Jägersplatt II" folgte 15 Jahre später und seit 2012 wurden im dritten Teil noch einmal rund 100 Bauplätze entwickelt. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den nächsten Bebauungsplan für den Bereich zwischen der derzeitigen Grenze der "Jägersplatt" und dem Gewerbegebiet "In der Brennhaar". "Jägersplatt IV" soll die Siedlungserweiterung in Annerod abschließen.

"Die Nachfrage nach Bauplätzen in Annerod ist ungebrochen hoch", sagt Imaxx-Geschäftsführer Jochen Ahl. Die Gemeinde Fernwald habe in den vergangenen Jahren "eine interessante Entwicklung genommen. Wir tragen dem Rechnung." Man müsse "mit Augenmaß" planen, ergänzte Bechthold.

Über den Bebauungsplan "Jägersplatt IV" wird der Fernwalder Bauausschuss am heutigen Dienstag beraten. Am 11. Dezember stimmt dann die Gemeindevertretung ab. Planziel ist die Ausweisung eines allgemeinen Wohngebietes sowie Grünflächen im Übergang zu dem östlich angrenzenden Gewerbegebiet "In der Brennhaar".

Voraussetzung für die Pläne ist die Abweichung vom Regionalplan Mittelhessen. Denn für die Gemeinde war für den Zeitraum zwischen 2002 und 2020 ein Zuwachs von elf Hektar Wohnbaufläche vorgesehen, der bereits überschritten wurde. Ein entsprechender Antrag auf Zielabweichung ist gestellt.

Es wird eine Wohnsiedlungsdichte von bis zu 40 Wohneinheiten je Hektar Bruttowohnbauland angestrebt. Bislang sieht der Regionalplan für Fernwald einen Dichtewert von 28 Wohneinheiten je Hektar vor. Im vierten Teil der "Jägersplatt" sollen auch Mehrfamilienhäuser mit bis zu drei Vollgeschossen zulässig sein.

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