Neue Kita in Launsbach nach sechs Monaten fertig

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LAUNSBACH - (jem). Nur rund sechs Monate hat der Bau der neuen Kindertagesstätte Zwergenland in Launsbach gedauert. Noch im Februar sollen nun die ersten Krippen-Kinder hier zur Eingewöhnung betreut werden. Richtig losgehen - sollte die Corona-Pandemie das zulassen - soll es mit der ersten Gruppe mit zwölf Kindern dann im April. Bis spätestens Mai soll auch das Außengelände mit Spielgeräten und Zäunen fertig sein.

Die zweite Gruppe mit ebenfalls zwölf Kindern unter drei Jahren folgt dann im August.

Von der Geschwindigkeit zeigte sich vor allem Bürgermeister Thomas Brunner (SPD) beeindruckt. "Im Finkenweg in Krofdorf-Gleiberg gehen wir für die sechsgruppige Kita den Weg mit einem Architektenwettbewerb, was deutlich länger dauert." Hier habe man auf Modulbau gesetzt und es zeigt sich: "Die schnellere Variante ist nicht die schlechtere." Ein Vorteil: Man wollte sich ohnehin an dem Stil des "Mutterhauses", wie Brunner die nahe gelegene Kita Mäusenest nennt, orientieren. "Man soll gleich sehen, dass sie zusammengehören", so Brunner. Wenn die Kinder dann alt genug sind, werden sie weiter in der Kita Mäusenest betreut, bis sie dann zur nahegelegenen Grundschule wechseln können. "Eine schöne Harmonie", wie Brunner findet.

Auch Bauamtsleiter Kai Mandler freute sich, dass die Gemeinde die Kita wie geplant eröffnen kann. Zufrieden ist er über die gute Zusammenarbeit mit der Firma dm-Bau aus Neuwied und der Kreisbauaufsicht. Erst im März 2020 wurde das Projekt ausgeschrieben, im Juni der Auftrag vergeben und im September bereits die Bodenplatte verlegt. Danach wurden die vorgefertigten Bauelemente angeliefert. Rund eine Million Euro hat die etwa 320 Quadratmeter große Kita gekostet. Mit dem Außengelände erhöht sich die Summe auf 1,2 Millionen Euro, womit man voll im Soll sei. Wie Familienbeauftragte Tanja Meyer betonte, erfüllt die neue Kita die Qualitätsvorgaben des Landkreises.

Da die Kita "schuhfrei" sein wird, gibt es überall eine Fußbodenheizung. Jede Gruppe wird über einen Gruppen-, Schlaf- und Differenzierungsraum verfügen. Zudem gibt es zwei Wickelräume, Räume für die sechsköpfige Belegschaft und eine kleine Küche, in der das angelieferte Essen für die Nachmittagsbetreuung vorbereitet werden kann. Die Verantwortung wird Stanislava Mühlheim übernehmen, die bisher die stellvertretende Leiterin im "Mäusenest" ist. "Die Öffnungszeiten werden zunächst von 7 bis 14.30 Uhr sein. Für die Ganztagsbetreuung bis 17 Uhr ist bisher noch das ,Mäusenest' zuständig, wo es auch eine Krippengruppe gibt", so Meyer.

Mit den sieben gemeindlichen Kitagruppen plus der Waldkita ist man laut Brunner im kleinsten Wettenberger Ortsteil nun gut in Sachen Kinderbetreuung aufgestellt. Als Nächstes soll die Kita Finkenweg in Krofdorf-Gleiberg folgen, dann ein Neubau des "Pfiffikus'" in Wißmar. "Hier werden wir wohl eher auf fünf statt vier Gruppen gehen. Ein Grundstück ist aber noch nicht gefunden." Dann, so Brunners Hoffnung, könne man in Sachen Betreuungsplätzen in der Gemeinde erst einmal durchatmen.

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