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Neue Taktung und zwei neue Haltepunkte

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Gemeinsam mit Landrätin Anita Schneider (3.v.l.), freuten sich die Initiatoren und Befürworter über die Verlängerung des Projektes »Schnellbuslinie«. © Wißner

Der Kreisausschuss hat die Fortführung samt der nun anstehenden Fahrplanänderung des ÖPNV-Pilotprojektes zwischen Laubach und Gießen beschlossen. Der neue Fahrplan tritt ab 1. März in Kraft.

Laubach (twi). Erneut in die Verlängerung geht der am 14. Dezember 2020 gestartete barrierefreie Shuttlebus, eine Schnellbuslinie von Laubach nach Gießen. Aus dem Minibus zum Start ist mittlerweile ein »richtiger« Bus geworden, der nach den Worten von Landrätin Anita Schneider (SPD) »in den Morgenstunden gut besetzt ist, aber von der Nutzung tagsüber stark abnimmt«.

Angepasste Taktung ab März

Zum 1. März wird es aufgrund dieser Erkenntnisse eine angepasste Taktung der Fahrtzeiten und zwei neue Haltepunkte in Gießen, an der Johanneskirche und am Bahnhof, geben. Der Kreisausschuss hat die Fortführung samt der nun anstehenden Fahrplanänderung dieses ÖPNV-Pilotprojektes beschlossen. Während die beiden ersten Fahrten unter der Woche ab dem Busbahnhof Laubach um 6.14 Uhr und 7.30 Uhr erhalten bleiben, fährt der Bus dann ab 9.33 Uhr bis 14.44 Uhr in einem Zwei-Stunden-Takt und ab 15.33 Uhr wieder stündlich. Samstags fährt der Shuttlebus unverändert im Zwei-Stunden-Takt. Eine Fahrt von der Anfangs- bis zur Endstation dauert unter der Woche 48 Minuten. Anfangs- und Endstationen sind je nach Richtung der Laubacher Busbahnhof oder der Bahnhof in Gießen. Umgekehrt werden die Fahrten aus Richtung Gießen mit der ersten Fahrt um 6.44 Uhr starten.

Danach fährt der Bus bis 14.44 Uhr zweistündlich und anschließend wieder stündlich. Die angepasste Taktung der Fahrtzeiten wie auch die beiden neuen Haltepunkte sollen die Linie attraktiver für weitere Fahrgäste machen. Und auf diese kommt es an, wenn darüber entschieden werden soll, wie es mit dem ursprünglich bis zum Juni letzten Jahres vorgesehenen Pilotprojekt weitergeht.

Laubachs Stadtverordnetenvorsteher Joachim Michael Kühn (FW) und Stadträtin Isolde Hanak (CDU) versicherten, das die Stadt nun diese Chance nutzen werde »die Werbetrommel zu rühren«. Ende März soll in Abstimmung mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eine Erhebung der Fahrgastzahlen erfolgen um dann über die Zukunft dieser »X-Buslinie« samt RMV-Anbindung zu entscheiden.

Keine Mehrkosten

Die zum 1. März erfolgende Änderung ist für den Landkreis mit keinerlei Mehrkosten verbunden. Sollte eine RMV-Anbindung erfolgen, »wäre das schön für die Finanzen des Landkreis. Ansonsten müssen wir sehen, wie wir sonst verfahren«, so die Landrätin. Laubachs Ortsvorsteher Günter Haas (FW) bat darum, nach dem Fahrplanwechsel am 11. Juni die Probephase um ein halbes Jahr bis zum Fahrplanwechsel im Dezember zu verlängern. Auch sollte eine europaweite Ausschreibung auf Bedienung dieser Linie GI-39 wegen der Kosten bei einer ganzjährigen Betreibung erfolgen.

Besonderer Dank galt dem Projektinitiator und ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten Günther Semmler (FW), der bereits beim Start der Shuttlebusverbindung darauf verwiesen hatte, dass noch vor einem halben Jahrhundert die Fahrtzeit von Laubach nach Gießen 110 Minuten betrug und seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, »dass dieser Bus ein Erfolg wird«. Erklärtes Ziel ist es nach den Worten von Schneider, das Pilotprojekt in eine dauerhafte regionale Schnellbuslinie zu überführen.

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