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Neuer Sportplatz in Trohe gesperrt

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Hier kann derzeit nicht gespielt oder trainiert werden. Der neue Rasenplatz in Trohe musste wegen Problemen mit der Be- und Entwässerung kurz nach der Inbetriebnahme gesperrt werden. Foto: Zylla © Zylla

Der neue Sportplatz in Trohe kostete 800 000 Euro, doch kurz nach Inbetriebnahme musste er wegen Problemen mit der Entwässerung gesperrt werden.

Buseck (vb). Großes Pech für die Kicker aus Trohe und Alten-Buseck. Vor noch nicht einmal vier Wochen ist der neue Rasenplatz in Trohe eingeweiht worden, doch schon kurz danach ließ die Gemeinde Buseck ihn wieder sperren. Probleme mit der Entwässerung sind noch nicht abschließend gelöst. Und deshalb kann das Derby der Spielgemeinschaft Trohe/Alten-Buseck gegen den FC Großen-Buseck am kommenden Sonntag nicht in Trohe stattfinden, sondern musste nach Alten-Buseck verlegt werden.

Die Gemeinde hatte 800 000 Euro in den Platz investiert, der unter anderem über ein automatisches Bewässerungssystem verfügt. Doch dieses machte Probleme, erklärte Michael Thelen, der Leiter des Fachbereichs Bauen und Liegenschaften, im Gespräch mit dem Anzeiger. Anstatt den Rasen zu bewässern, sei das Wasser »weggelaufen«. Daraufhin habe der Inhalt der Puffertanks nicht gereicht und die Anlage habe sich abgeschaltet. Nach Diskussion mit der Fachfirma habe diese dann die Situation untersucht und an mehreren Stellen undichte Dichtungen festgestellt. Diese wurden ausgetauscht. Das Problem sei gelöst.

Aktuell gibt es laut Thelen noch eine »sehr feuchte Stelle« von vielleicht fünf mal fünf Metern im Heim-16-Meter-Raum. Auf der Suche nach der Ursache wurde die Drainage-Leitung gespült und mit einer Kamera befahren. Es sei kein Fehler zu erkennen gewesen. Nun sollen Mitarbeiter der Fachfirma am kommenden Montag vorbeikommen, um mit einer Nagelwalze neue Löcher in den Rasen zu stechen, um so für eine bessere Entwässerung zu sorgen. Der Fachbereichsleiter hofft, dass der Platz dann kurzfristig wieder für den Spiel- und Trainingsbetrieb freigegeben werden kann. Die schadhafte Stelle im Rasen soll repariert werden. Alle Arbeiten seien Teil der Gewährleistung und verursachten keine zusätzlichen Kosten.

Thelen bedankte sich ausdrücklich bei Sven Scheer, dem Fußballabteilungsleiter der SG Trohe. Dieser habe während der Bauphase und danach maßgeblich dafür gesorgt, dass Probleme identifiziert und der Gemeindeverwaltung gemeldet wurden, so dass man die Firmen kontaktieren konnte. Scheer habe teilweise die Bewässerungsanlage selbst gesteuert, um zu verhindern, dass die feuchte Stelle noch nasser wird.

»Das ist eine sehr unbefriedigende Situation«, meinte der Fachbereichsleiter zusammenfassend. Nach der Inbetriebnahme habe man gehofft, dass mit dem Platz nun alles in Ordnung sei. Ihm und auch Bürgermeister Michael Ranft tue es leid, dass der Platz wegen der aktuellen Probleme wieder gesperrt werden musste.

Thomas Rühl, Vorsitzender der SG Trohe, bedauerte die Situation. Für die Vorrunde habe man die Spiele in Trohe geplant, nun müsse man nach Alten-Buseck ausweichen. Training sei nicht möglich. »Aber die Herausforderung werden wir auch bewältigen«, erklärte er.

»Ärgerlich, aber kein Beinbruch«, meinte Bruno Endrejat, der Vorsitzende der TSG Alten-Buseck. Der dortige Platz sei in »Top-Zustand«, auch wenn geplant war, das erste Spiel der Runde auf dem Platz in Trohe auszutragen.

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