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Neues Leben am Bibergraben

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Langder Nabu-Mitglieder beim Arbeitseinsatz im trockengefallenen Fischteich am Bibergraben. © privat

Der Nabu Langd schafft ein Feuchtbiotop und Laichgewässer für Amphibien.

Hungen (red), »Durch Klimawandel, fehlende Niederschläge und sinkende Grundwasserspiegel wird auch unsere Landschaft immer trockener. Der einst über das ganze Jahr hinweg fließende Langder Biber-graben führt mittlerweile viele Monate im Jahr kein Wasser mehr. Die wenigen in der Gemarkung vorhandenen Feuchtgebiete trocknen so jedes Jahr über lange Zeit aus«, schildert Harald Fritzges vom Nabu Langd.

Zum Schutz der Amphibien und auch für den Hochwasserschutz sei es daher dringend erforderlich, alle Möglichkeiten zu nutzen, Wasser in der Gemarkung zu halten und Feuchtgebiete anzulegen.

Am Bibergraben in Ober-Langd bot sich nun die Gelegenheit, zum Bau eines Laichgewässers durch Umgestaltung eines trockengefallenen Fischteichs. Hierzu musste das Gelände von den Überbleibseln des Fischteiches befreit und die Senke vertieft werden. Ein Überlauf aus dem Biber-graben soll den Teich nach Regenperioden füllen, so zumindest die Planung.

Von Mitgliedern des Nabu/VNULL Langd wurde dieses Projekt nun angepackt und in mehreren kleineren Aktionen in den letzten drei Monaten auf dem Grundstück Hecken und Bäume geschnitten sowie der Zaun und vorhandener Müll beseitigt. »Wie immer hat die Arbeit für Naturschutz in unserer Gemarkung allen viel Spaß gemacht und auch das vorbereitete Frühstück trug zu einer gelungenen Aktion bei«, so Fritzges.

Dem Projektstart waren intensive Planungen vorausgegangen. Unter Vermittlung des Naturschutzvereins wurde das Grundstück von einer Privatperson an die Nabu-Stiftung »Hessisches Naturerbe« als Geschenk übertragen.

Weiterhin wurde in Zusammenarbeit mit den Fachdiensten Naturschutz und Wasser-/Bodenschutz des Landkreises Gießen, sowie Vertretern der Stadt Hungen das Umsetzungskonzept erarbeitet und vom Landkreis Gießen die Genehmigung erteilt.

Die Maßnahme wird aus Mitteln der Ausgleichsabgabe gemäß Bundesnaturschutzgesetz gefördert.

Im nächsten Schritt müssen nun Baggerarbeiten zur finalen Gestaltung des Feuchtgebiets durchgeführt werden, so dass dann hoffentlich ein Laichgewässer entsteht, mit ausreichend Wasser in den entscheidenden Monaten des Jahres.

Der Verein freut sich über jeden, der sich auf die ein oder andere Weise für Naturschutz engagieren möchte und bittet um Kontaktaufnahme.

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