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Norman Speier löst Karl Fiedler ab

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Norman Speier Archivfoto: SPD Lollar © Red

Kreis Gießen (red/vb). Norman Speier aus Lollar ist der neue Vorsitzende des Kreisverbandes Gießen-Land der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Er löst Karl Fiedler aus Wettenberg ab, der nach zehn Jahren im Amt nicht erneut kandidierte. Speier wurde ebenso einstimmig gewählt wie die übrigen Vorstandsmitglieder. Er übernimmt auch den Vorsitz im Aufsichtsrat.

Kreisverband hat 850 Mitglieder

Reinhard Bamberger (bestätigt) und Christopher Saal (neu) sind stellvertretende Vorsitzende. Im Amt bestätigt wurden Schriftführer Peter Steil und Kassiererin Marion Kleist. Karl Fiedler, Dirk Haas und Gerd Wegel sind die neugewählten Beisitzer. Vor der Wahl hatte Fiedler den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Angelika Götz, Otto Schäfer und Ulrich Bräcker gedankt. Der Awo-Kreisverband hat circa 850 Mitglieder.

Zu Beginn der Delegierten-Versammlung im Bürgerhaus Rodheim-Bieber gab Fiedler seinen letzten Jahresbericht. Dabei stand die Fusion mit dem Awo-Stadtkreis Gießen im Vordergrund. Die bereits beschlossene Fusion werde derzeit vorbereitet. Die Umsetzung werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Der neugewählte Vorsitzende Speier teilte auf Anfrage des Anzeigers mit, dass derzeit Fragen zu steuerlichen Themen mit externer Unterstützung final geklärt werden müssten. Der Beschluss der Delegierten in Stadt und Landkreis im Sommer 2021 sei daher schon so gefasst, dass die Fusion, wenn sie formal nicht zum 1. Januar 2022 vollzogen werden kann, sich um ein Jahr auf den 1. Januar 2023 verschiebt. »Dies ist unter den jetzigen Bedingungen realistisch und das gemeinsame Ziel der Awo-Verbände in Stadt und Landkreis Gießen«, erklärte Speier.

Fiedler ging in seinem Bericht auch auf den Wechsel bei der Geschäftsführung der GmbH Pflege des Kreisverbandes ein. Als Nachfolger für Antony Müller, der altersbedingt ausgeschieden war, wurde Jens Dapper als neuer Geschäftsführer eingestellt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Awo-Stadtkreis werde über einen Dienstleistungsvertrag sichergestellt. Fiedler berichtete auch von den Fortschritten beim Bau der neuen barrierearmen und seniorengerechten Wohnanlage in Lollar. »Wir gehen von der Fertigstellung im April aus. Ziel ist es auch, dass die Tagespflege in den neuen Räumen im Gebäude zeitnah den Betrieb aufnehmen kann«, erklärte der scheidende Vorsitzende.

Corona habe auch die Kleeblatt-Pflegeheime der Awo fest im Griff. Dies bringe die Mitarbeiter oft an ihre Belastungsgrenze. Deshalb gelte ihnen ein besonderer Dank für die Arbeit unter sehr problematischen Bedingungen.

Nach Fusion wieder Vorstandswahl

Der neue Vorsitzende ist gemäß Satzung vier Jahre im Amt. Allerdings wird nach Vollzug der Fusion ein neuer Vorstand gewählt. Wird er dann erneut für den Vorsitz kandidieren? »Sicherlich werde ich für den neuen Vorstand kandidieren. In welcher Funktion, ist dann zur gegebenen Zeit zu klären und hängt sicherlich auch davon ab, in welcher Position ich den neuen Verband am besten unterstützen kann«, erklärte Speier auf Nachfrage.

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