Ortsbeirat Oppenrod will Festplatz erhalten

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OPPENROD/ALTEN-BUSECK - (ebp). "Es ist unabdingbar, dass der Festplatz und der Parkplatz der Rahberghalle vollständig erhalten bleiben", betonte Roland Kauer (SPD) in der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstagabend und überbrachte damit die Meinung des Oppenröder Ortsbeirates zum geplanten Neubau der "Pusteblume". Der anvisierte Standort - die Grünfläche unterhalb der Rahberghalle, rechts neben der Freiwilligen Feuerwehr - sei "insgesamt in Ordnung".

Allerdings sieht der erste Entwurf vor, dass für den Bau des Kindergartens ein Teil des Festplatzes abgezweigt würde.

Andreas Schneider vom Gießener Planungsbüro Schmitt und Kollegen hatte bereits in der Bauausschusssitzung am Montagabend betont, dass "noch nichts in Stein gemeißelt" sei. Insgesamt hatte man sich im Ausschuss zufrieden gezeigt mit den ersten Raumplänen. "Wir hätten uns eine Beteiligung gewünscht", sagte Kauer für den Ortsbeirat. Wegen der Kürze der Zeit sei das nicht möglich gewesen, sonst wären die Diskussionen in den Ausschüssen möglicherweise anders verlaufen. Der Ortsbeirat konnte sich erst am Abend vor der Gemeindevertretersitzung beraten.

Kauer sprach sich dafür aus, im Arbeitskreis eine Lösung zu finden, "die einen ordentlichen Platz für die Kinder bringt und der Dorfgemeinschaft den Festplatz lässt". Mit Blick auf die zahlreichen Obstbäume auf dem möglichen Baugrundstück sagte der Oppenröder: "Wir sollten nicht die Dorfgemeinschaft gegen eine 40 Jahre alte Streuobstwiese aufwiegen." Bäume könne man an anderer Stelle neu anpflanzen oder gegebenenfalls die vorhandenen umsiedeln.

CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Müller regte an, den Neubau auf dem Grundstück lediglich näher an die Rahberghalle und die bestehende Kita zu verschieben - der bestehende Park- und Festplatz müssten dann nicht angetastet werden. Immo Zillinger (Freie Wähler) erinnerte an das Gefälle auf dem Grundstück, weshalb bei einer anderen Ausrichtung gegebenenfalls die Kosten steigen könnten. Planer Schneider hatte den Preis mit rund 3,1 Millionen Euro beziffert. "Es gibt aber keinen besseren Standort", betonte Zillinger.

Einstimmig hat sich die Gemeindevertretung schließlich für einen Neubau auf der Freifläche unterhalb der Rahberghalle ausgesprochen. Dabei wurde festgehalten, dass die Vorentwurfsplanung auch mit dem Ortsbeirat sowie den Vertretern des Elternbeirates abgestimmt werden soll. Für das Bestandsgebäude soll ein Nachnutzungskonzept mitsamt Kostenschätzung erarbeitet werden.

Ebenfalls einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde ein rund 3100 Quadratmeter großes Grundstück in Alten-Buseck erwirbt, um hier eine neue Kita zu errichten. Die Fläche am Ortsausgang Richtung Großen-Buseck gehört der evangelischen Kirchengemeinde und ist schon seit Jahren als Standort für einen neuen Kindergarten im Gespräch. Mittlerweile gibt es ein Angebot seitens der Kirche: 35 Euro pro Quadratmeter werden fällig, die Gemeinde zahlt also rund 110 000 Euro für das Grundstück. Die evangelische Kirche erhält zudem Baurecht für zwei Flächen angrenzend an das künftige Kita-Gelände. Hier soll Wohnraum entstehen.

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