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Parlament will Infos zur Situation in FKK World

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Von: Volker Böhm

Pohlheim (vb). Unter welchen Bedingungen prostituieren sich Frauen in der FKK World in Garbenteich? Diese Frage ist der Ausgangspunkt eines Antrags der Grünen, den der Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschloss.

Eine Vertreterin des Vereins »Frauenrecht ist Menschenrecht«, der die Frauen im Auftrag des Landkreises betreut und berät, soll in einer Sitzung des Ausschusses über die Arbeit und die aktuelle Situation der Frauen berichten.

Zum Hintergrund: Seit 2017 gilt bundesweit das Prostituiertenschutzgesetz. Für die Umsetzung sind die Länder verantwortlich, die die Aufgabe an die Kommunen weitergegeben haben. Der Landkreis ist zuständig für alle Städte und Gemeinden mit weniger als 7500 Einwohnern. Und damit nicht alle anderen Kommunen bei dem Thema eigenverantwortlich nach einer Lösung suchen mussten, hatte der Kreistag 2018 eine interkommunale Zusammenarbeit beschlossen.

Eine der drei konkreten Ebenen im Landkreis ist die allgemeine Lebensberatung. Hierzu hat der Landkreis den Frankfurter Verein »Frauenrecht ist Menschenrecht« beauftragt. Inhaltlich geht es um Grundinformationen zur Rechtslage, zur Absicherung im Krankheitsfall und zur sozialen Absicherung. Gesundheitliche und soziale Beratungsangebote werden vermittelt. Die Frauen werden darauf hingewiesen, wo sie in Notsituationen Hilfe bekommen können. Auch die Steuerpflicht ist ein Thema bei den Gesprächen.

Professor Ernst-Ulrich Huster (SPD) signalisierte Zustimmung. Die SPD lehne sexualisierte Gewalt ab, ohne die Prostitution nicht denkbar sei. Auch Professor Helge Stadelmann (CDU) unterstützte den Antrag. Es sei wichtig, »dass wir dieses Übel in der Stadt loswerden«. Michaela Schöffmann (Grüne) betonte, wie wichtig es sei, das Thema öffentlich zu machen.

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