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Peta setzt 500 Euro Belohnung aus

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35 Wellensittiche befanden sich in diesem Karton, der in Beuern gefunden wurde. Archivfoto: Tierheim Gießen © Red

Buseck (red). Nachdem der Anzeiger am Mittwoch über die ausgesetzten Wellensittiche in Buseck berichtet hatte, hat sich nun die Tierrechtschutzorganisation Peta eingeschaltet. Die Organisation setzt eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus.

Zur Erinnerung: Ein aufmerksamer Bürger hatte am vergangenen Montag 35 Wellensittiche in Buseck entdeckt. Die Tiere waren achtlos in einem Amazon-Karton am Wasserhaus in den Feldern ausgesetzt worden. Alle Jungvögel konnten durch den Finder eingesammelt und an ein Tierheim übergeben werden. Bei einer anschließenden Untersuchung stellte sich heraus, dass die Tiere grob vernachlässigt worden waren. Weder Krallen noch Schnäbel der Vögel waren in einem guten Zustand. Darüber hinaus hatte ein Großteil der Jungvögel keine Federn mehr. Zudem wurde ein Milbenbefall diagnostiziert. Es wird vermutet, dass die Vögel aus einer ehemaligen Zuchtstation stammen. Um den Fall aufzuklären, setzt Peta nun eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die die tatverantwortliche Person überführen. Menschen, die etwas beobachtet oder anderweitige Hinweise haben, werden gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711/8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden - gerne auch anonym. »Bitte helfen Sie mit, diese traurige Tat aufzuklären. Die Wellensittiche hätten ohne den aufmerksamen Finder nicht mehr lange überlebt«, so Jana Hoger, Fachreferentin bei Peta.

»Herzloser Halter«

»Der herzlose Halter hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und ein Tierheim oder einen Tierschutzverein um Hilfe bitten müssen. Die Vögel einfach auszusetzen und so dem Tod zu überlassen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.«

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Tierschutzgesetz verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei erfüllen kann. Dies könne mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greife auch, wenn Halter und Halterinnen die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen. Peta setze regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der beteiligten Personen zu helfen.

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