Peter Gefeller seit zehn Jahren Bürgermeister in Staufenberg

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STAUFENBERG - (dge). Seit zehn Jahren ist Peter Gefeller (SPD) Bürgermeister der Stadt Staufenberg. Am 1. August 2011 hat er die Amtsgeschäfte übernommen. Ein guter Grund für den Hessischen Städte- und Gemeindebund, dieses Jubiläum mit einer Urkunde anzuerkennen. Und ein guter Grund für Dr. Bernd Wieczorek (Bürgermeister in Lollar und Vorsitzender der Bürgermeisterdienstversammlung im Landkreis Gießen) in seiner Laudatio einen nicht ganz so ernsten Blick auf das Berufsbild eines Rathauschefs zu werfen.

Bürgermeister, so Wieczorek, seien mittlerweile "Generalisten, die oft zwischen allen Stühlen sitzen". Sie müssten sich auskennen mit Cyberkriminalität, Datenmanagement, Waldsterben, Klimawandel, der Umsatzsteuergesetzgebung. Entscheidungen verlangten oft Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl. Bürgermeister müssten "allwissend sein, alle Gesetze und Verordnungen kennen, sich mit Afa und Schweinepest genau auskennen. Allgegenwärtig, nie krank, immer im Rathaus, immer an der Brandstelle, am besten noch bevor es überhaupt brennt, immer gut gelaunt und stets spendabel." Oft müssten Bürgermeister in sechs Jahren, also in einer Amtszeit, das aufholen, was in 50 Jahren versäumt wurde. Offensichtlich habe Peter Gefeller all dies erfüllt.

Er sei bekannt als "Boris Palmer der SPD, nicht immer linientreu". Das sei lobenswert, hinterfrage er doch die Dinge und gehe, wenn es um seine Stadt geht, auch mal eigene Wege. "Als Jurist beherrscht er die Fähigkeit, unkomplizierte Sachverhalte kompliziert darzustellen, meisterlich." Doch immer habe Gefeller seine Stadt auch nach außen hin hervorragend repräsentiert, sei vom Einzelkämpfer zum Teamplayer geworden. Peter Gefeller, verriet Wieczorek abschließend, sei als Nachrücker in den Vorstand der Kreisbürgermeister nominiert worden.

"Bürgermeister für alle"

Glückwünsche gab es auch aus den Reihen der Stadtverordnetenversammlung. Ilse Staude, ehemalige Fraktionsvorsitzende der GAL, meinte, man sei in der Koalition nicht immer einer Meinung gewesen, aber es habe immer eine tolerante Stimmung geherrscht. So habe man viele gute Dinge, gerade im Klimaschutz, auf den Weg gebracht. Claus Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender SPD) schloss sich diesem Fazit an und dankte Gefeller für eine "sehr gute Zusammenarbeit". Manfred Hein (FW) fasste sich kurz: "Du bist ein Bürgermeister für alle. Das rechne ich Dir hoch an." Lob und Glückwünsche gab es auch von Wilfried Schmied (CDU) und Horst Watz (FDP).

Besonders berührt, bekannte Gefeller, hätten ihn die Worte von Manfred Hein. Auch wenn man in der Sache streite, sei es wichtig, "hier im Haus Konsens zu finden, um das Beste für Staufenberg zu erreichen. Es ist nicht wichtig, von wem eine Idee ist. Wenn sie gut ist, sollte sie Zustimmung finden."

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