Pfaff von Pohlheimer Grünen nominiert

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POHLHEIM - (ww). Eine überraschende Personalie wird es im noch zu wählenden Magistrat der Stadt Pohlheim geben. Drei der acht Personen für die Listenwahl stehen bereits fest. Von der FDP wird Wolfgang Sames vom gleichnamigen Hof in Watzenborn-Steinberg dabei sein und von den Freien Wählern der ehemalige Erste Stadtrat Ewald Seidler aus Holzheim. Überraschend ist die Nominierung von Dr.

Rainer Pfaff seitens der Grünen. Der 77-jährige Internist und Sportmediziner war einst Sozialdemokrat, hatte aber nach der Einführung von Hartz IV unter Schröder sein Parteibuch zurückgegeben. Der Watzenborn-Steinberger meinte gestern, er wolle einerseits der Stadt, in der er aufgewachsen sei und andererseits dem Neu-Bürgermeister Rückenwind geben. "Ruck sagt nicht von vornherein Nein, sondern sucht nach Lösungen und Antworten, wo andere bereits abgewunken haben."

Die CDU hat noch keine Entscheidung getroffen, mit wem sie ihre zwei Sitze im obersten Verwaltungsgremium der Stadt besetzen will, erklärte CDU-Stadtverbandschef Reiner Leidich, der auch Stadtverordneter ist. Die Personalie sei im Übrigen der Fraktion vorbehalten. Mit dem Holzheimer Matthias Jung ist ein Name im Spiel. Die SPD um Peter Alexander spricht derzeit noch intern über die Position des Ersten Stadtrats, den Bürgermeister-Stellvertreter, der eher nicht aus dem Süden Pohlheims kommen wird. Dazu werden noch zwei weitere Stadtverordnete für die Sozialdemokraten, der stärksten Fraktion im Stadtparlament, im Magistrat sitzen.

Die ehrenamtlichen Stadträte werden für die Dauer der Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung in den Magistrat gewählt. Die Nominierten müssen weder Parteimitglieder sein noch aus den Reihen des gewählten Stadtparlaments stammen. Der Magistrat spiegelt intern die Mehrheitsverhältnisse im Parlament wider, kann aber per Antrag im Stadtparlament so zugeschnitten werden, dass kleinere Parteien dort keinen Sitz haben. In Pohlheim wurde gerade wieder die Anzahl der Mitglieder um eines erhöht, um der FDP wieder eine Stimme in diesem Gremium zu verleihen. Die für den Magistrat nominierten Bewerber werden auf eine gemeinsame oder mehrere Listen der im Parlament vertretenen Parteien gesetzt und in der Stadtverordnetenversammlung gewählt. Wahrscheinlich ist, dass in Pohlheim SPD, Grüne und FDP, die lose zusammenarbeiten, eine gemeinsame Liste zur Sitzung am Donnerstag, 20. Mai, vorlegen.

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