Photovoltaik-Förderrichtlinie geändert

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LINDEN - (ww). Die Stadt Linden wird höhere Zuschüsse für Solaranlagen zahlen, allerdings ist der Topf auf 30 000 Euro jährlich begrenzt. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, heißt es jetzt. Eine entsprechende Satzungsänderung wurde einstimmig in der Stadtverordnetenversammlung in dieser Woche auf den Weg gebracht. Die SPD sorgte für eine Erhöhung. An sich war vorrangig angedacht, zwischen strom- und wärmeerzeugender Fotovoltaik (PV) eine Trennung zu vollziehen und neu Anlagen auf Balkonen in die Förderrichtlinie aufzunehmen.

Zudem sollte die Förderung von Kombianlagen mit Batteriespeichersystemen erhöht werden. Die SPD um Gudrun Lang erklärte dann, dass die Kosten für die Installation von Ein-kWp-PV-Anlagen derzeit auf einem ähnlichen Niveau liegen würden wie die Kosten für die Installation von Ein-kWh-Batteriespeicher. Folglich müssten die Fördersummen für die Installation eines Batteriespeichersystems und für die Installation einer PV-Anlage, kombiniert mit einem Batteriespeichersystem entsprechend weiter angeglichen werden. Wer ein solches Kombisystem einbaut, kann bis zu 2000 Euro pro Anlage (zehn Kilowatt-Peak) erhalten.

Luftfilteranlagen für die Kindergärten, nach denen die SPD gefragt hatte, sind möglich. Bürgermeister Jörg König (CDU) will jedoch Förderprogramme des Landes vor dem Einbau abwarten. Auf Nachfrage von Gudrun Lang in der Stadtverordnetensitzung, ob das nicht schon vorab geschehen könne, sagte König, dass die Förderprogramme in Kürze aufgelegt würden und die Stadt dann handeln werde. Unklar sei, ob Maßnahmen im Vorfeld bezuschusst würden. Lang meinte jedenfalls: "Schön, dass jetzt deutlich herauskommt, dass es sinnvoll und keine Spielerei ist."

Einstimmig wurde der Beitritt zu den Klimakommunen in Hessen beschlossen. Linden erhält damit Fördermittel für Klimaprojekte, muss aber auch bis 2035 klimaneutral sein.

Die Kommune gehört jetzt auch der Landkreisinitiative "Jugendgerechte Städte und Gemeinden" an. Dafür musste ein Jugendbeauftragter gesucht werden. Franziska Schaffer-Gawenda (FW) übernimmt das Amt.

Der Ludwigsplatz in Großen-Linden soll neu gestaltet werden. Dazu werden demnächst bereits gesammelte Vorschläge im Bauausschuss ausgewertet.

Der Lindener Magistrat kann jetzt einen Vertrag über die interkommunale Zusammenarbeit bei der Erfüllung von Aufgaben im Bereich Brand- und Katas-trophenschutz mit dem Kreis unterzeichnen. Es geht darum, dass die Atemschutz- und Schlauchwerkstatt nicht nur der Lindener Feuerwehren in absehbarer Zukunft im Gefahrenabwehrzen-trum in Gießen zentralisiert wird. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Die Stadtverordneten machten auch einstimmig den Weg für ein Regenrückhaltebecken im Gebiet "Nördlich Breiter Weg" frei.

Ärger mit Anwohnern gab es in der Wilhelmstraße, weil dort Glascontainer abgefahren wurden. Wiederum andere Anwohner hatten sich wohl über Lärm beschwert, von denjenigen, die dort Glas einwarfen. Bürgermeister König will den genauen Grund noch nachreichen und auch, wo sich der Glascontainer jetzt befindet.

Den Liberalen liegt ein Spielplatz im Neubaugebiet "Nördlicher Breiter Weg" am Herzen. Hierzu erklärte König, dass die Verwaltung sechs Standorte im Visier habe. Zwei seien momentan im Fokus. Hier müsse überprüft werden, ob eine Bebauungsplanänderung vorgenommen werden müsse.

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