Pohlheims Liberale wollen wieder in den Magistrat

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POHLHEIM - (ww). "Wir haben unsere zwei Sitze behalten und uns leicht verbessert", sagte FDP-Spitzenkandidat Fabian Schäfer zum Endergebnis der Kommunalwahlen am Mittwoch. Sollte die Zusammenarbeit mit SPD und Grünen wie in den vergangenen Jahren konstruktiv und produktiv anhalten, dann könne man leicht die kommenden fünf Jahre gemeinschaftlich miteinander zu dritt arbeiten, stellte er fest.

Der liberale Spitzenmann hatte in unserer Berichterstattung vom Donnerstag unter anderem wegen der späten Ergebnisbereitstellung der Stadt Pohlheim und einem engen Zeitfenster als befragter Parteienvertreter gefehlt. Schäfer betonte: "Natürlich wird meine Partei für Pohlheim dennoch eigene Akzente setzen und Vorstellungen einbringen." Er habe sich ein grundsätzliches Miteinander in der fast beendeten Legislaturperiode von allen Parteienvertretern gewünscht. Es könne nicht sein, dass einfach so Vorschläge der Opposition abgebügelt würden. Zudem seien Ausschüsse und Magistrat so beschnitten worden, dass Kräfte aus dem Parlament wie FDP und Grüne darin völlig fehlten. Das könne jetzt besser laufen. Bis zum 22. April, dem Startschuss für die neue Stadtverordnetenversammlung, werde es jetzt vier Wochen lang viele Gespräche geben. Wichtig sei in jedem Fall, dass die FDP wieder in allen Ausschüssen und dem Magistrat vertreten sein müsse. Für die Zukunft forderte er Transparenz und Offenheit im Stadtparlament.

Unsere Zeitung befragte auch noch einmal Hiltrud Hofmann nach ihren persönlichen Zielen und denen der Pohlheimer Grünen für die kommende Legislaturperiode. "Wir müssen mit dem Klimaschutz ernst machen." Das bedeute für die Grünen, dass genau hingeschaut werde, wie man Dinge klimaneutral entwickeln kann. Dazu müsse eine vernünftige Bürgerbeteiligung in Pohlheim umgesetzt werden. "Die Bürger müssen wesentlich mehr mitgenommen werden." Dazu gehöre auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Das klinge zwar ungewöhnlich, es existierten aber Modelle hierfür. Zur heiß diskutierten Groß-Kita Kirchstraße betonte sie, dass die Grünen nur mit Bauchschmerzen zugestimmt hätten. Ihre Partei würde es gerne sehen, wenn dort ein Familienzentrum entstehen würde. Jetzt müsse geprüft werden, ob eine Umplanung stattfinden könne.

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