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Privater Garten-Einblick

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In Queckborn kann am Samstag und Sonntag im Rahmen der »Offenen Gartenpforte Hessen« das Refugium von Thomas Schmidt und Beata Bock besucht werden. Foto: Wißner © Wißner

Drei Familien laden Besucher am Wochenende in ihre Garten-Paradiese im Kreis Gießen ein.

Kreis Gießen (twi). Am Wochenende heißt es im Kreis wieder offene Gartenpforten. Es darf an drei Standorten mit Eigentümern gefachsimpelt werden. Die Kleinode regen zu eigenen Projekten an. Am Samstag und Sonntag findet unter der Schirmherrschaft von Floria Landgräfin von Hessen die 19. Auflage statt, in der private Landschaftsgärtner ihr Refugium mit anderen teilen. Im Landkreis Gießen werden drei Gärten präsentiert, ein vierter darf virtuell bestaunt werden. Eine Reise in den Süd-Osten des Landkreises bietet interessierten Gartenliebhaber Gartenkultur zum Anfassen. Bereits zum dritten Mal öffnen Thomas Schmidt und Beata Bock in Queckborn ihren »Garten mit Säulen und Trockenmauern«.

Was von der Beschreibung wie auch einem ersten Blick über den schmiedeeisernen Zaun im Brühlsweg 5 auf den Gemüsegarten eher alltäglich erscheint, erweist sich beim Durchlaufen als Gartenparadies. Es ist über Jahrzehnte hinweg mit so viel Liebe zum Detail entstanden. Auf einer heute nicht mehr üblichen Fläche von 2500 Quadratmetern findet sich ein Kleinod mit altem Baumbestand, Staudenbeeten und Gemüsegarten. Kreativ gestaltete Säulen, Trockenmauern und Mosaikarbeiten sind das Ambiente. Organisch angelegte Pfade durchziehen das Gelände und führen immer wieder zu neuen Entdeckungen. Klangimpressionen zaubern ein sphärisches Erleben und entführen in ferne Welten. Gegenüber der letzten Teilnahme 2019 gibt es nun gleich im Eingangsbereich des Gartens Metallarbeiten und einzigartige Zaunelemente sowie ein neu errichtetes Gewächshaus, das aus ausgesuchten Mosaik-Scheiben besteht. Wie Beata Bock beim Besuch des Anzeigers verrät, ist das gesamte Areal in dreieinhalb Jahrzehnten gewachsen.

Einst handelte es sich um eine landwirtschaftlich genutzte Wiese, die dann zunächst als Gemüsegarten am Haus genutzt wurde. Vor 35 Jahren begann Thomas Schmidt, die Wiese mit Bäumen, Stauden und Sträuchern zu bepflanzen, »und so ist der Garten über Jahre hinweg entstanden«.

Als es dann 2013 an den Hausbau ging, bauten es die Gartenliebhaber zwischen Linden- und Pflaumenbaum passend ein. Beide Bäume blieben erhalten und prägen den idyllische Park hinter dem Haus.

Ein Garten- und Baumhaus sowie ein Teich mit Ruhehäuschen, aber auch eine Bananenstaude, welche im Winter seinen »Überzieher« erhält, können in Augenschein genommen werden.

Hingucker Nähmaschinen

Ins Auge fallen die ausgedienten alten Nähmaschinen auf einer Mauer und die zahlreichen Fensterbänke, welche im Gemüsegarten als Mauerwerk dienen. Überhaupt sind es Steinelemente, die sich in den Garten mit seinen zahlreichen Schmiedeeisenelementen einfügen und einen ganz besonderen Reiz schaffen.

Und wer genau hinhört, der kann am Teich auch das Quaken der Frösche vernehmen. All offline teilnehmenden Gärten können am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr besucht werden. In jedem Garten steht eine Sammeldose, in die jeweils ein Kostenbeitrag in Höhe von zwei Euro eingeworfen werden sollte. Der Kostenbeitrag dient der Organisation dieser Non-Profitveranstaltung, die ehrenamtlich durchgeführt wird.

Für Besucher geöffnet ist noch der Parkgarten am See von Dr. Jobst Biester in der Riedgasse 12 in Trais-Horloff . Der Parkgarten verfügt über einen Pflanzenbestand, der seit Jahrzehnten kunstvoll angelegt und entwickelt wurde. Zu sehen sind viele Gehölzraritäten, unzählige Rosen, eine umfassende Zaubernusssammlung und eine romantische Uferzone mit Seerosen, Schilf und Röhricht. Auf einer Fläche von 3000 Quadratmeter rundet das »Sommeratelier vor Ort« mit zeitgenössischem Gemälde das Garten-Erlebnis ab.

In Lich findet sich in der Christian-Ebeling-Straße 6 der »Hanggarten im englischen Stil« von Heidrun und Claus Müller. Hie gibt es viele Stauden und formale Elemente. Die Wege, Mauern und Stufens sind in Naturstein angelegt. auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Areal laden verwunschene Nischen und ein Gartenteich zum Verweilen ein.

Lediglich virtuell betrachtet werden kann der Naturgarten mit vielen spannenden Momenten in Bersrod von Christel und Manfred Wagner. Der ebenfalls 1000 Quadratmeter große Kunst- und Naturgarten bietet einen Seerosenteich mit Monet-Brücke, Ruinenmauer, einen Telefonzellendusche, einen Tee-Pavillon, Kunstobjekte, eine Eichhörnchen-Hängebrücke, einen Gärtner-Pavillon, Basaltstelen und Kopfsteinpflaster im Einklang mit der Natur. Über 100 Rosenarten sowie viele Sitzecken prägen die Oase. Impressionen sind unter wagner-bersrod.de im Internet zu sehen.

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