Reiskirchen: Kindergarten in der Siemensstraße kommt

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REISKIRCHEN - (ebp). 30 Minuten hatte der Vorsitzende der Reiskirchener Gemeindevertretung, Michael Seipp-Wallwaey (SPD), für die Sitzung am Mittwochabend anvisiert und behielt Recht. Nach gerade einmal einer halben Stunde und nahezu ohne Diskussionen waren alle sieben Tagesordnungspunkte abgehandelt. Einer davon war der Mietvertrag für die neue Kita in der Siemensstraße, der bei einer Enthaltung (Grüne) beschlossen wurde.

Voraussichtlich ab August sollen auf zwei Etagen drei Gruppen - zwei für Kinder unter drei Jahren sowie eine altersübergreifende - betreut werden. Der Mietvertrag enthält zudem die Option für eine vierte Gruppe. Die Anmietung des Gebäudes schlägt für die Gemeinde mit jährlich rund 113 000 Euro zu Buche. Die Mietdauer beträgt 15 Jahre, die Gemeinde kann um weitere 15 Jahre verlängern. Da es beim Vertragsentwurf noch einige Nachbesserungsarbeiten gegeben hatte, hatten die vier Fraktionen einen gemeinsamen Fragenkatalog an die Gemeindeverwaltung geschickt. "Unwesentliche Änderungen" darf der Gemeindevorstand jedoch ohne Zustimmung der Gemeindevertretung beschließen. Darauf hatte man sich in der Sitzung geeinigt.

Die Entwurfsplanung sieht im Erdgeschoss zwei Gruppenräume vor, die mittels einer Schleuse verbunden werden. Ebenfalls zwischen den beiden Gruppenräumen befindet sich ein gemeinsamer Sanitärraum. Außerdem gibt es im Erdgeschoss zwei Ruheräume, Platz für Küche und Essen und einen Bewegungsraum. Der dritte und ein möglicher vierter Gruppenraum sind für das Obergeschoss vorgesehen, auch hier mit angrenzenden Sanitäranlagen. Im Obergeschoss sollen zudem Räume für das Personal entstehen. "Sie können mit dem Umbau starten, wenn Sie es nicht schon getan haben", sagte Seipp-Wallwaey an den Hauseigentümer gerichtet, der die Sitzung als Zuschauer verfolgte.

Da Eltern nach wie vor angehalten sind, ihre Kinder wegen der Corona-Pandemie möglichst zuhause zu betreuen, geht es in den Kindergärten aktuell etwas ruhiger zu. Wie Bürgermeister Dietmar Kromm (parteilos) mitteilte, wird derzeit rund die Hälfte der angemeldeten Kinder in den Einrichtungen betreut. Über eine mögliche Erstattung der Gebühren für Eltern, die die Betreuung nicht in Anspruch nehmen, wird die Gemeindevertretung voraussichtlich im März beraten. Wie Kromm mitteilte, werde die Einziehung der Gebühren ab Februar ausgesetzt.

Der Rathauschef informierte zudem darüber, dass die Gemeinde Geld vom Land erhalten habe, mit dem Corona-Schutzmaßnahmen in den Kitas umgesetzt werden sollen. Die Gemeinde will dafür etwa Schutzmasken und Desinfektionsmittel, aber auch Kohlenmonoxid-Melder bestellen. Für die gemeindeeigenen Kindergärten stehen zusammen rund 27 000 Euro zur Verfügung. Auch das Kinder- und Familienzentrum Anne Frank der Lebenshilfe Gießen und der evangelische Kindergarten Burkhardsfelden werden unterstützt.

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