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Riedbachdamm wird saniert

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Bürgermeister Rainer Wengorsch, Bauhofleiter Peter Schaum und Fachbereichsleiter Hagen Roth (v.l.) begutachten den Fortgang der Bauarbeiten. Zur Orientierung: Bahnstrecke und Bahnunterführung für den Riedbach befinden sich hinter dem Fotografen. © Stadt Hungen

Die Sanierung des Riedbachdamms im Seegebiet Inheiden/Trais-Horloff schreitet voran. Mit der Fertigstellung rechnet man Ende Januar.

Hungen (red/dge). Vor Weihnachten hat die Sanierung des Riedbachdammes im Seegebiet Inheiden/Trais-Horloff begonnen. Das teilte Bürgermeister Rainer Wengorsch mit. Bei der Sanierung werde die Bachseite mit Wasserbausteinen aus Basalt gesichert und anschließend die Schadstelle repariert.

60 Tonnen Material sollen zur Verstärkung des Dammes aufgebracht werden. Die bestehende Höhe des Dammes müsse wegen der nahen Bahnstrecke beibehalten werden.

Ein kurzer Blick zurück: Im Februar war der Damm durch das Hochwasser im Bereich der Eisenbahnunterführung beschädigt und provisorisch mit Sandsäcken abgedichtet worden.

Gerade die Anwohner und Grundstücksbesitzer am Inheidener See waren betroffen. Der Riedgraben war vollgelaufen, die Wassermengen hatten sich ihren Weg über den Damm gesucht und das gesamte Gebiet überflutet.

Im Kiosk »Seeblick« von Markus Schmidt war es besonders schlimm. Im Innenbereich und in der Küche stand man knöcheltief im Wasser, Bodenbeläge, Wände und Mobiliar haben erheblichen Schaden genommen.

Doch es ging noch schlimmer: Auf dem Grundstück der Familie Möll stand das Wasser etwa 40 bis 50 Zentimeter hoch. Das Areal liegt in der ersten Reihe zum See hin, hier hatte die Familie gerade erst vieles erneuert, den Garten umgestaltet. Das Mobilheim hatten sie zum Glück bereits Mitte der 1980er Jahre auf Hohlblöcke gestellt, so dass das Wasser nur knapp eine Handbreit unter der Türschwelle stand.

Rike Möll bemängelte seinerzeit, dass in Sachen Dammausbau in der Vergangenheit nichts gemacht worden sei. »Der Bahndamm ist schon immer eine Schwachstelle.«

Reichlich Unmut

Natascha Feller vom Ferienhaus »Seeliebe«, die sich im Februar stellvertretend für die Interessengemeinschaft Inheidener See geäußert hatte, meinte damals, dass das Problem mit dem Riedbach schon seit vielen Jahren bekannt sei und es immer wieder zu schweren Schäden durch Überschwemmungen komme.

Die Lage hatte für reichlich Unmut unter den Hausbesitzern gesorgt.

Bei den ansässigen Ferienhäusern für Gäste kämen auch noch hohe Ertragsausfallschäden dazu, hatte Feller zu bedenken gegeben. Der Hungener Bürgermeister hatte bestätigt, dass die Probleme einhergehend mit immer wieder leichten Überflutungen in den vergangenen Jahren speziell im Inheidener Seegebiet bekannt seien.

Er wolle sich nun verstärkt mit dem Thema Dammsanierung beschäftigen.

Mit der Fertigstellung der nun begonnenen Sanierungsarbeiten rechnet man Ende Januar.

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