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»Rollende Weihnacht«

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an Heiligabend für viel Aufmerksamkeit. © Waldschmidt

Biebertal (whk). An diese Gottesdienste zu Heiligabend werden die Teilnehmer noch lange zurückdenken: In Rodheim-Bieber und Vetzberg gab es eine »Rollende Weihnacht«. Auf drei Pkw-Anhängern war die christliche Botschaft mit Figuren aus der Weihnachtsgeschichte plastisch dargestellt und wurde von Pfarrerin Christin Neugeborn und den Krippenspielkindern eindrucksvoll präsentiert.

Die Idee hatte 2020 der »Ökumenische Arbeitskreis Lahnau«. In Biebertal setzte Pfarrerin Neugeborn sie mit ihrem großen Team und zahlreichen Helfern um. Insbesondere auf Hof Haina in der Scheune der Familie Becker war im Vorfeld fleißig gewerkelt worden.

Die »Weihnachts-Karawane« hatte sich am Bieberer Bürgerhaus formiert und fuhr - flankiert von der Feuerwehr mit zwei Traktoren - zunächst in die Kehlbachstraße. Hier warteten unter Einhaltung der Corona-Bedingungen gut 100 Zuschauer. »Ein weiteres Jahr unter Pandemie-Bedingungen lässt uns wieder von Neuem auf die Krippen-Darstellung blicken, darauf blicken, was es braucht, dass unser Leben menschlich bleibt, dass unser Leben geborgen bleibt, dass unser Leben sich zu etwas Gutem fügt. Die Krippenspielkinder werden mit ihren eigenen Worten den Holzfiguren auf den Anhängern eine Stimme verleihen, sie lebendig werden lassen mit ihren eigenen Gedanken«, erklärte Pfarrerin Neugeborn. Für die musikalische Umrahmung sorgte Daniel Schulz am Keyboard. In der hereinbrechenden Dunkelheit wurden die Weihnachtsfiguren auf den Anhängern angestrahlt. Viele Zuschauer säumten die Straßen auf der Fahrt zwischen den Stationen. Zur »Weihnachts-Karawane«gehörte auch ein roter Porsche-Traktor mit Henning Schmidt als Nikolaus und seiner Gattin Petra.

Zur »blauen Stunde« erreichte die »Karawane« den Rodheimer Bürgerhausplatz, wo viele Bürger warteten. Die drei Wagen mit ihren Figuren kamen vor der Kulisse der erleuchteten Weihnachtspyramide aus Eibenstock und dem von der Seniorenwerkstatt initiierten Märchenwald vollends zur Geltung. Die Pfarrerin sprach den Segen, in dem es unter anderem hieß: »An Weihnachten wird uns alle Jahre wieder deutlich: Der Segen kommt von einem Kind, Segen geht vom Kinde aus, Segen liegt in unserer Kindheit. Segen heißt erkennen: Ich bin wie ein Kind angewiesen darauf, dass andere es gut mit meinen.

Die nächste Station war am Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt am Schindwasen. Schließlich ging es nach Vetzberg. Auch an der Kreuzung Burgstraße/Borngasse hatten sich viele Menschen eingefunden, um Weihnachten auf eine ganz andere Art - unter freiem Himmel - zu feiern. Die neue installierte Vetzberg-Kerze überstrahlte dabei die Szenerie.

Überall gab es viel Lob für Pfarrerin Neugeborn und ihr Team bei der Umsetzung der »Weihnachts-Karawane«. Dank galt der Feuerwehr für die Begleitung des Zuges.

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