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Rollenspieler-Antrag einstimmig positiv beschieden

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Einstimmig positiv beschieden wurde der Antrag des 2019 gegründeten Verein Waldritter-Gießen aus Buseck als freier Träger der Jugendhilfe. Die Waldritter führen Live-Action-Rollenspiele durch.

Kreis Gießen (twi). Mit Nachwahlen für den Fachausschuss Kindertagesbetreuung begann die zweistündige Videokonferenz des Jugendhilfeausschusses. Neu hinzugewählt wurden als Vertreterin der Tagespflegebüros Christine Rinn (Eltern helfen Eltern) und als Stellvertreterin Eva Heigl sowie als Stellvertreter der Freien Trägern Dr. Susanne Egbert (beide Oberhessisches Diakoniezentrum).

Einstimmig positiv beschieden wurde der Antrag des 2019 gegründeten Verein Waldritter-Gießen aus Buseck als freier Träger der Jugendhilfe. Wie Simone Hackemann (Kinder- und Jugendhilfe Landkreis Gießen) berichtete, führen die Waldritter im Auftrag der Jugendförderung Live-Action-Rollenspiele (LARP) durch. Dieses Angebot ist für alle Kinder und Jugendlichen ab sieben Jahre zugänglich. Die erlebnispädagogischen Rollenspiele im Wald werden für Gruppen, Schulen und auch in Ferienaktionen angeboten. Bereits seit zehn Jahren kooperiert der Landkreis mit den Waldrittern.

Der geschäftsführende Vorstand stellte die Evangelische Stiftung Arnsburg vor. Die Stiftung widmet sich der Erziehung, Betreuung, Förderung und Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in ihrer Entwicklung Unterstützung benötigen. Aktuell gibt es sechs Wohngruppen mit 55 Plätzen und eine Tagesgruppe mit zwölf Plätzen. Beschäftigt werden 57 Mitarbeiter, davon acht Auszubildende.

Iris Manthey vom Fachdienst 51 Kinder- und Jugendhilfe stellte in einer Präsentation die Struktur und Aufgaben von Jugendamt und Jugendhilfeausschuss vor. 230 Mitarbeiter beschäftigt der Landkreis in diesem Bereich, wie Jugenddezernent Hans-Peter Stock (FW) ergänzte. Drei Fachausschüsse und sechs Arbeitsgemeinschaften unterstützen die Arbeit des Jugendhilfeausschusses. Manthey hob den Ausbau der Sozialarbeit an den Schulen hervor und Stock ging auf den 2019 erstellten »Strategischen Planungsbericht für die Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis Gießen« ein, der als Grundlage diene.

Hoher Aufwand

Abgesetzt wurden die Berichte aus den Fachausschüssen, weil diese noch nicht getagt hatten. Wie Hackemann abschließend aus der Verwaltung mitteilte, tragen Anfragen von Eltern in Zeiten der Pandemie Blüten. Die Digitalisierung koste einiges an Kapazitäten, gehe diese einher mit der Umstellung auf E-Akte und elektronischen Postversand.

Fortgeschrieben werde der 2012 vom Land Hessen aufgelegte Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt. Hier wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet und daran arbeitet seitens des Landkreises Manthey mit. Es gebe Tendenzen, dass sich die Fallzahlen unbegleiteter minderjähriger Ausländer wieder erhöhe, hier gebe es bereits Anfragen aus Frankfurt zu Unterbringungen, weil dort keine Plätze mehr vorhanden seien.

Zwischen 80 und 100 Inobhutnahmen gebe es jährlich. Diese Zahl habe sich so in den letzten Jahren eingependelt. Zu den Coronainfektionen in Einrichtungen teilte Manthey mit, dass es 2020 in den Einrichtungen sechs und im vergangenen Jahr bereits 23 und in diesem Jahr bereits 25 junge Menschen mit einer Coronainfektion gab.

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