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»Rücksicht macht Wege breit«

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Daniel Seipp und Margot Schäfer greifen unter den Augen von Marc Peter, Christian Zuckermann und Peter Fay (v. l.) zur Spraydose. Foto: Kächler © Kächler

Landwirte werben per Graffito für mehr gegenseitigen Respekt auf Feld- und Wirtschaftswegen.

Kreis Gießen (klk). Für gegenseitige Rücksichtnahme und Vermeidung unnötiger Konflikte auf Feld- und Wirtschaftswegen greifen heimische Landwirte schon seit Jahren zur Spraydose. Auf dem Graffito, das mit einer Schablone auf den Asphalt gesprüht wird, sind ein Radfahrer und ein Traktorfahrer zu sehen, die sich freundlich zuwinken. Darüber steht: »Rücksicht macht Wege breit«.

Besagte Schablone habe jedoch »ihren Geist« aufgegeben, berichtete Hans-Martin Sames, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Gießen/Wetzlar/Dill, bei einem Ortstermin auf dem Feldweg Richtung Hof Obersteinberg bei Watzenborn-Steinberg. Als er dem hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Christian Zuckermann (Grüne) davon berichtete, habe dieser spontan eine neue Schablone spendiert.

Zur Vorstellung des guten Stücks aus robustem Metall waren auch Kreislandwirt Peter Fay, Daniel Seipp, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, Margot Schäfer, Abteilungsleiterin beim Amt für ländlichen Raum (Wetzlar), Christian Lind vom Kreisbauernverband, und Marc Peter vom Bauamt in Pohlheim gekommen. »Wie immer zur Erntezeit sind wir jetzt schwer im Stress«, machte Kreislandwirt Fay (Pohlheim) deutlich. »Im Feld geparkte Autos machen uns das Leben schwer, schließlich stehen wir unter Druck, weil wir das gute Wetter ausnutzen müssen.«

»Feldwege sind in erster Linie für den landwirtschaftlichen Verkehr gemacht, damit die Bauern ihre Felder erreichen können«, ergänzte Margot Schäfer. Gegenseitige Rücksichtnahme sei deshalb besonders wichtig.

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