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Sanierung abgeschlossen

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Die Gießener Straße und die Ostendstraße sind saniert. Carsten Jost vom Ingenieurbüro Agrippa (l.) zeigt dem Ersten Beigeordneten Rudi Weber, in welchen Bereichen die Gehwege barrierefrei abgesenkt sind. © J. Berns

Hüttenberg (jeb). Die grundhafte Sanierung der Gießener Straße und der Ostendstraße im Hüttenberger Ortsteil Rechtenbach ist abgeschlossen. Im Mai hatten die Arbeiten begonnen.

Viele Schäden in der Fahrbahndecke machten die Sanierung dringend notwendig. Bereits 2017 hatten die Gemeindevertreter grünes Licht dafür gegeben. Geplant wurde ab 2018, die Mittel für das Projekt in den Haushalt 2019 eingestellt. Dann kam es jedoch zu Verzögerungen. Grund war die Frage, wie die Sanierung letztlich finanziert wird und die Diskussion um die Straßenbeiträge.

Diese schaffte die Gemeinde im Herbst 2019 ganz ab. Als die Entscheidung feststand, war es zu spät, um die Aufträge noch für 2020 auszuschreiben, hatte Bürgermeister Christof Heller (parteilos) im vergangenen Jahr erklärt. Somit startete die Sanierung erst 2021, dafür ging es jedoch zügig voran. Was den Zeitplan angeht, spricht Carsten Jost vom mit der Planung beauftragten Ingenieurbüro Agrippa aus Weilmünster von einer Punktlandung: »Wir liegen voll im Zeitplan.« Der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Rudi Weber (CDU), lobte bei einem Ortstermin die gute Zusammenarbeit aller an der Baumaßnahme Beteiligten mit der Kommune. »Die Kommunikation lief unkompliziert und die Firmen haben wirklich gut gearbeitet.« Außerdem bedankte er sich bei den Anwohnern für ihre Geduld.

Erneuert wurden Fahrbahn und Gehwege in der Gießener Straße ab ihrer Einmündung in die Frankfurter Straße bis zur Einmündung der Kantstraße, ebenfalls wurden Fahrbahn und Gehwege in der Ostendstraße erneuert. Dabei wurden auch die Kanäle und Leitungen für Wasser und Abwasser sowie Hausanschlüsse komplett und in Teilen die Stromversorgung saniert. Insgesamt erfolgten die Straßenarbeiten auf einer Fläche von 3600 Quadratmetern, dabei wurden 340 Meter an Kanalrohren verlegt.

Im Rahmen der Sanierung wurden zudem Parkplätze am Fahrbahnrand angelegt. Die Gehwege sind jetzt auch barrierefrei mit abgesenkten Bürgersteigen und Aufmerksamkeitsflächen für Sehbehinderte ausgestattet. Auch die Straßenbeleuchtung ist verbessert worden. Bereits im Jahr 2019 war der Kanal in Teilbereichen der Frankfurter Straße und der Weinrichstraße erneuert worden.

Nach aktuellem Stand belaufen sich die Gesamtkosten für die grundhafte Erneuerung von Gießener Straße und Ostendstraße auf rund 1,3 Millionen Euro. Die Schlussrechnung liegt aber noch nicht vor. Da die Gemeinde die Straßenbeiträge ja abgeschafft hatte, sollen die Kosten durch eine Erhöhung der Grundsteuer B gegenfinanziert werden. Im vergangenen Jahr hatten die Gemeindevertreter eine Erhöhung um 125 auf 625 Prozentpunkte beschlossen, mit dem Versprechen, die Steuer nach Abschluss der Arbeiten wieder zu senken. Bereits 2022 wird dies der Fall sein.

Es zeichnet sich ab, dass die Arbeiten nicht ganz so teuer geworden sind, wie kalkuliert. Daher ist eine Senkung der Steuer um 25 Prozentpunkte bereits für das nächste Jahr möglich.

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