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Schulbauten verteuert

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Von: Thomas Wißner

Im Sommer 2023 sollen drei Schulbaugroßprojekte im Kreis beendet sein. Sie werden immer teurer.

Kreis Gießen (twi). Zwei der drei vom Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) betroffenen Schulbaumaßnahmen des Landkreises werden teurer. Wie Kreisschuldezernent und Erster Kreisbeigeordneter Christopher Lipp (CDU) in der Sitzung des Kreis-Schulausschusses, der auch fürs Bauen zuständig ist, berichtete, wird aufgrund gestiegener Baupreise der Neubau der zentralen Grundschule Staufenberg jetzt rund 17,75 Millionen Euro kosten. Zum 30. Juni 2023 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen und somit rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2023/24 fertig sein. Aus dem Haushalt des Kreises werden 15,6 Millionen Euro und über das Kommunale Investitionsprogramm des Landes (KIPG) 2,15 Millionen Euro beigesteuert.

Teurer wird auch der Ersatzneubau der Limesschule Watzenborn-Steinberg, wo nun von einer Kostensteigerung um 1,2 Millionen Euro auf rund 16 Millionen Euro ausgegangen wird. Zum 31. August 2023 soll der Bau stehen, wobei hier 7,82 Millionen Euro über KIP als Zuschuss erwartet werden. Die Kostenerhöhung resultiert aus den Preissteigerungen bei den Schlosser-, Elektrotechnik-, Heizungs-, Beton-/Werkstein- sowie Fassaden- und Rohbauarbeiten.

Ebenfalls am 31. August 2023 sollen auch die Sanierungsarbeiten an der Willy-Brandt-Schule in Gießen abgeschlossen sein.

Für die energetische Sanierung sind Kosten in Höhe von 7,36 Millionen Euro veranschlagt. Darüber hinaus teilte Lipp mit, dass mit Beginn des neuen Schuljahres 2022/23 aktuell 550 ukrainisch Schüler in den Schulen aufgenommen wurden, was gegenüber Juni-Zahlen ein Anstieg um 100 Schüler bedeutet.

Lipp dankte den Schulen für die hohe Aufnahmebereitschaft, machte aber auch klar dass dadurch einige Schulen an ihre Kapazitätsgrenzen geraten sind.

Deshalb habe sich der Landkreis entschieden Klassenraumcontainer für sechs Schulstandorte anzuschaffen, die teils bereits in Betrieb genommen wurden. Der Kreis hat zudem an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich ein angrenzendes Gelände gepachtet, auf dem künftig die Schulmensa sowie drei Klassenräume untergebracht werden.

Diese neuen Räumlichkeiten werden zum nächsten Schuljahr 2023/24 zur Verfügung stehen, sodass dann auch der geplante Neubau auf dem Schulgelände als entbehrlich angesehen werden kann. Darüber hinaus ging Lipp auf Energiesparmaßnahmen an den Schulen ein.

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