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Schutz vor großer Hitze weiter wichtig

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Kreis Gießen (red). Der Sommer ist noch nicht vorbei und für die nächsten Tage werden wieder Temperaturen von über 30 Grad vorhergesagt.

Die große Hitze bedeutet für viele Menschen eine hohe Belastung: Besonders gefährdet sind chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen. Herz- und Kreislauferkrankungen, Hitzekrämpfe, ein Hitzschlag oder ein Sonnenstich können ausgelöst werden. Ernst zu nehmende Warnzeichen des Körpers sind Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und ein generelles Gefühl der Erschöpfung. Darauf weist das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen hin.

Wer es einrichten kann, sollte einen Aufenthalt im Freien zur Mittagszeit vermeiden. Für Aktivitäten im Freien sollten am besten die frühen Morgen- oder späten Abendstunden genutzt werden. Beim Gang in die direkte Sonne ist Sonnenschutzmittel erforderlich.

Durch das Schwitzen verliert der Körper besonders viel Flüssigkeit. Dies muss unbedingt ausgeglichen werden. Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder auch verdünnte Fruchtsäfte sind besonders gut geeignet. Je nach Körpergewicht sollten zwischen zwei und drei Litern am Tag getrunken werden. Vorsicht vor Alkohol: Dieser entzieht dem Körper zusätzlich Flüssigkeit.

»Kinder und gesundheitlich geschwächte Menschen dürfen unter keinen Umständen in parkenden Autos zurückgelassen werden, auch nicht für eine kurze Zeit«, mahnt Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock (Freie Wähler). Gleiches gelte natürlich auch für Tiere. Bei einer Außentemperatur von 34 Grad steigt die Innentemperatur eines in der Sonne abgestellten Fahrzeugs innerhalb einer halben Stunde bereits auf 50 Grad an.

Auch Tiere leiden unter der Hitze. Pferde, Rinder und andere Weidetiere benötigen in der prallen Mittagshitze Schattenplätze, etwa einen Unterstand oder dicht belaubte Bäume - darauf weist das Veterinäramt des Landkreises hin. Dr. Maike Klein, Amtstierärztin und Fachtierärztin für Tierschutz, erläutert: »An einem Tag mit durchschnittlichen Temperaturen trinkt ein Pferd ungefähr 30 Liter und ein Rind sogar zwischen 50 und 100 Liter. Dieser Bedarf wird leider häufig unterschätzt.«

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