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Selbstjustiz in Hungen

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Unbekannte beschuldigen einen Mann auf Plakaten, die in Hungen verteilt wurden, einer körperlichen Straftat. Eine etwa 30-jährige Frau wird jetzt von Polizei gesucht

Hungen (red). Eine Form der Selbstjustiz gab es in Hungen. Unbekannte hängten dort bereits im Januar Plakate und Flyer aus, auf denen ein Mann einer körperlichen Straftat beschuldigt wird. Ein Zeuge meldete der Polizei damals den Vorfall.

Eine Zeugin sah aktuell eine 30-jährige Frau, wie sie Zettel im Stadtbereich in Briefkästen steckte. Nach den zwei Verteilaktionen in Hungen und seinen Stadtteilen werden weitere Zeugen gesucht, die Personen gesehen haben, die plakatierten oder Zettel in Briefkästen einwarfen.

Mitte Januar hängten Unbekannte bereits Plakate auf und verteilten mehrere Zettel in Briefkästen. Auf den Schriftstücken befanden sich persönliche Daten eines Mannes und der Vorwurf auf eine körperliche Straftat, die er begangen haben soll.

Ein Zeuge meldete die aufgehängten Plakate am Sonntag, 16. Januar, gegen 13.50 Uhr. Die Verteilaktion dürfte sich an dem Wochenende zwischen dem 15. und 16. Januar ereignet haben. Nach bisherigen Erkenntnissen ist nicht bekannt, ob die Schriftstücke von einer oder mehreren Personen verteilt worden sind, teilt die Polizei mit. Am Samstag, 5. Februar, verteilte offenbar die gesuchte Frau solche Flyer in der Ludwigstraße in Hungen-Inheiden. Die Zeugin, die von der Unbekannten angesprochen wurde, beobachtete die Verteilaktion.

Die gesuchte Frau ist etwa 30 Jahre alt und circa 1,65 Meter groß. Sie hatte blondierte Haare und einen hellen Rucksack dabei. Wer hat Mitte Januar und Anfang Februar das Verteilen beziehungsweise das Verbreiten der Botschaft von der Frau oder anderen Personen beobachtet? Wer hat die blonde Frau am Samstag, 5. Februar, oder gegebenenfalls sogar an dem Wochenende Mitte Januar ebenfalls gesehen?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Nummer 0641/7006-6555 entgegen.

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