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Sondereinheit durchsucht Wohnungen

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Kreis Gießen (red). Die hessische Polizei setzt ihren Einsatz gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen konsequent fort. Alleine im Januar kam es durch die Sonderermittlungsgruppe »BAO Fokus« hessenweit bislang zu 113 Durchsuchungen von Wohnungen, Häusern, Büros und anderen Örtlichkeiten, heißt es in einer Pressemitteilung der Sondereinheit.

Die im Raum stehenden Vorwürfe gegen die 111 Beschuldigten: sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen oder Erwerb und Besitz von Kinder- und Jugendpornografie.

56 der 113 Durchsuchungsmaßnahmen fanden in der vergangenen Woche statt. Zwischen Montag und Freitag waren in Hessen 238 Ermittler im Einsatz. Dieser wurde koordiniert vom Hessischen Landeskriminalamt. Acht Beschuldigte wurden vernommen, festgenommen wurde niemand. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen besteht zwischen den Beschuldigten - 54 Männern und drei Frauen - weder ein Austausch, noch kennen sie sich. Bei den Durchsuchungen in der vergangenen Woche wurden 930 Speichermedien aller Art sichergestellt.

Die Einsätze fanden in fünf Städten statt und in 17 Landkreisen, darunter dem Kreis Gießen, statt. Hier wurde eine Durchsuchung vorgenommen. Die BAO FOKUS (Besondere Aufbauorganisation für fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch von Kindern) hat aufgrund steigender Fallzahlen im Bereich der sexualisierten Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ihre Arbeit im Oktober 2020 aufgenommen. In der BAO arbeiten hessenweit über 300 Mitarbeiter, davon rund 190 Ermittler.

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