Spatenstich für Edeka-Neubau in Krofdorf-Gleiberg

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KROFDORF-GLEIBERG - (jem). Wenn alles nach Plan läuft - das Wetter mitspielt, und keine Pandemie einen Baustopp erzwingt - dann kann der neue Edeka an der Hauptstraße in Krofdorf-Gleiberg bereits vor Weihnachten 2021 eingeweiht werden. Das versprach Investor Kai Laumann am Donnerstagmittag beim offiziellen ersten Spatenstich.

Dass der Weg bis hier hin durchaus steinig war, daran erinnerte auch Bürgermeister Thomas Brunner (SPD): Ein Markt auf der grünen Wiese oder im Dorf, ein Gründach oder eine zweite Etage, welche Häuser bleiben bestehen, welche werden neu gebaut, wie kann ein Begegnungsplatz, die neue Dorfmitte gestaltet werden? "Zahlreiche Sitzungen, Besprechungen, Diskussionen und Planänderungen sind vorausgegangen. Nicht jeder Wunsch wurde erfüllt, aber dennoch gibt es eine breite Zustimmung zum Projekt. Jetzt gibt es kein Zurück mehr", zeigte sich Brunner zufrieden. Doch tatsächlich bleibt ein kleines Restrisiko, denn noch besteht der Vertrag mit der Edeka nicht, auch wenn man auf der Zielgeraden sei. Die Unterschrift solle laut Laumann in einigen Wochen erfolgen.

Dass den Plänen aber noch etwas in die Quere kommt, daran glaubt niemand so recht. Erst im Dezember stimmte das Gemeindeparlament dem Bebauungsplan mehrheitlich zu, der Landkreis erteilte ebenfalls bereits eine Teilbaugenehmigung. Zudem wurden bereits erste Bauarbeiten und Abrisse gemacht.

Nun könne es richtig losgehen. Was in den nächsten Monaten entstehen soll, sei ein Markt, der "auch für die Edeka-Gruppe ein Meilenstein ist", wie Brunner sagte. Mit einem Gründach und einer Holzkonstruktion sowie der Größe und dem Begegnungsplatz würde es den heutigen Ansprüchen mehr als entsprechen, so Brunner weiter. "Der Markt war immer der Ankerpunkt, der die Hauptstraße lebendig bleiben ließ. Das haben wir mit der Entscheidung des Baus auch für die Zukunft langfristig sichergestellt."

Die nächsten Monate werden eine logistische Herausforderung, da ist sich der Rathauschef sicher. Der Neubau mitten im Dorf wird zu stemmen sein, ebenso wie der Abriss des alten Marktes und Bau des Parkplatzes mit 45 Stellplätzen, des Begehungsplatzes und der neuen Hausnummer 8. Dort soll, so Laumann, bis Frühjahr 2022 auch die Arztpraxis im Erdgeschoss einziehen - Corona-konform mit separaten Ein- und Ausgängen. Im Haus sollen zudem etwa neun Wohnungen entstehen; deren Parkplätze sollen wohnungsnah gebaut werden. Die Arbeiten an der Außenanlage sollen dann bis Ostern abgeschlossen sein.

Laumann selbst freue sich riesig auf das Projekt, in dem er seit 2018 involviert ist. Er betonte nochmals, dass auf dem Begegnungsplatz keine Fahrzeuge abgestellt werden können. Dies hatten im Vorfeld einige Bürger befürchtet. Auch der bisherige und zukünftige Marktleiter, Sven Koning, freut sich auf den Neubau. "Gut Ding will Weile haben. Ich bin froh, dass es losgeht."

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