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Sportplatz Trohe in neuem Glanz

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Bruno Endrejat, Dirk Haas, Kornelia Steller-Nass und Thomas Rühl (v.l.) freuen sich über den neuen Platz. © Zylla

Die Sanierung des Sportplatzes in Trohe ist fertig. Jetzt freuen sich die Busecker Sportvereine, ihn bald wieder nutzen zu können.

BUSECK (zye). Nach knapp einem halben Jahr sind die Sanierungsarbeiten am Sportplatz in Trohe abgeschlossen. Rund 800 000 Euro nahm die Gemeinde dafür in die Hand - etwas mehr als zunächst gedacht. Beim Pressetermin freute sich Bürgermeister Dirk Haas über die Zusammenarbeit der Bürger und den Zuspruch für das Projekt der Fraktionen. Die SG Trohe und TSG Alten-Buseck, vertreten durch Thomas Rühl und Bruno Endrejat, erhoffen sich nun Verbesserungen im Vereinsalltag.

Die Maßnahmen fanden auf einer Gesamtfläche von 7452 Quadratmetern statt. Wenig Grün ist hier aktuell zu sehen, dafür liegt eisiger Frost auf dem frisch sanierten Fußballfeld in Trohe. Das gesamte Erdreich wurde grundlegend entnommen, aufgearbeitet wieder auf der Fläche verteilt. Eine moderne Anlage soll den neuen Rasen genauso automatisch bewässern können, wie ein Mähroboter ihn trimmen kann. Die sechs neuen LED-Masten stehen auch schon bereit, um bald stromsparend und streufrei Licht auf das künftige Spielgeschehen zu werfen. Bis hier allerdings die ersten Bälle getreten werden können, dürften noch einige Monate vergehen. Denn zunächst müsse sich das Wurzelreich des Rasens noch besser ausbreiten. Vor Beginn der Spielsaison 2022/2023 rechnet keiner mit einem Betrieb. Außerdem kommt derzeit nur auf das Gelände, wer auch einen Schlüssel hat. Öffentlich zugänglich ist die Sportstätte aktuell nicht. Das diene der Vorbeugung des Vandalismus, so Dirk Haas. Jederzeit öffentliche Angebote, wie etwa ein Bolzplatz, seien aber denkbar. Die Sanitäranlagen möchten die Vereine in Eigenleistung später ebenfalls noch modernisieren.

Der Platz hat eine jahrzehntealte Geschichte: 1968 fing die Errichtung des Sportplatzes an, im Mai 1969 wurde er eingeweiht. Nach 52 Jahren erhielt er nun die lang erwartete Überarbeitung. Nicht zuletzt auch, weil diverse Verletzungen während des Spiel- und Trainingsbetriebes ihn schlicht unbespielbar machten. Die schlechten Bodenverhältnisse waren eines der größten Mankos. Knapp drei Jahre war der Platz daher quasi unbrauchbar, die Sportler wichen verstärkt auf die Spielstätten des TSG Alten-Buseck aus. »Es gab gerade im Jugendbereich einige Engpässe mit Spielorten, so dass wir auch nach Großen-Buseck ausweichen mussten«, erläuterte Bruno Endrejat, Vorsitzender der TSG Alten-Buseck. »16 Jugendmannschaften betreut die Spielgemeinschaft. Für die ist es natürlich phänomenal, unter solchen Bedingungen künftig Sport machen zu können«, ergänzte Thomas Rühl, Vorsitzender der Sportgemeinschaft Trohe.

Er dankte Haas und den vier Fraktionen, dass das Projekt umgesetzt werden konnte. Endlich haben die Fußballer der Spielgemeinschaft Trohe/Alten-Buseck damit wieder eine gemeinsames und vor allem modernes Sportgelände. Das kostete die Gemeinde am Ende rund 800 000 Euro, was 50 000 Euro mehr sind, als ursprünglich vermutet. Die Sanierung fußt auf einem Sportstättenentwicklungsplan, den die Busecker Sportvereine zusammen ausarbeiteten.

Barrierefreiheit war dort auch ein wichtiges Thema, daher freute sich auch die Vorsitzende des Vereins »Gießener Arbeitskreis für Behinderte« über erste barrierefreie Maßnahmen am neuen Sportgelände. Kornelia Steller-Nass lobte auch den Zusammenhalt der Vereine und den weiten Konsens in der Gemeindevertretung. »Ich hoffe auch, dass hier künftig wieder mehr Frauen Fußball spielen werden« kommentierte sie, schließlich habe es das gegeben, bevor der Platz unbespielbar wurde.

»Das Besondere hier ist einfach, dass auch die Vereine an einem gemeinsamen Strang gezogen haben. Dafür danke ich ihnen herzlich«, so Haas. Als Einweihungsveranstaltung sei ein Busecker-Tal-Fußballturnier denkbar. Wie und wann das umgesetzt werden kann, sei abhängig vom aktuellen Pandemiegeschehen.

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