Stadt Allendorf/Lda. will sicherer werden

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ALLENDORF/LDA - (ww). Die Stadt Allendorf/Lda. soll sich für die Sicherheitsinitiative Kompass des Landes Hessen bewerben. Das entschieden die Stadtverordneten einstimmig in ihrer Sitzung im Nordecker Bürgerhaus. Den Antrag hatte die Fraktion der Grünen um Gabriele Waldschmidt-Busse gestellt. Kompass ist die Abkürzung für den sperrigen Begriff "Kommunales Programm Sicherheitssiegel".

Ziel sei es laut der Internetseite des Innenministeriums, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu entwickeln. "Dabei soll Bestehendes auf den Prüfstand gestellt und eine detaillierte Maßnahmenliste erstellt werden, wie die Sicherheit vor Ort weiter verbessert werden kann. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Von grundlegender Bedeutung ist, dass alle Partner, die Aufgaben im Bereich der Sicherheit wahrnehmen sowie die Bürgerinnen und Bürger an einen Tisch geholt werden." Brigitte Heilmann (SPD) berichtete dazu aus dem Sozialausschuss: "Manche sagen, es gibt nicht so viel Kriminalität in einer kleinen Stadt. Das Ganze ist jedoch weitergehend." Es gehe nicht nur um Kriminalität, sondern auch Sicherheit und Extremismus. Ein Schutzpolizist werde regelmäßig vorbeischauen. Eine Bürgerbefragung zum Thema Sicherheit werde organisiert. "Das alles kostet die Stadt keinen Cent." Es komme aber viel Arbeit auf die Verwaltung zu, gestand sie ein. Kompass ziehe sich über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren.

Als Jugendbeauftragter der Stadt wurde Sebastian Sonneborn (CDU) eingesetzt. In der Sitzung wurde zudem Alisa Dietz als dessen Stellvertreterin gewählt.

Ähnlich lautende Anträge zu einer Arbeitsgruppe Wald, die in Allendorf/Lda. jetzt einberufen wird, hatten SPD und Grüne gestellt. Stadtverordnetenvorsteher Sascha Wimmer (FW) fasste diese zusammen.

Ulrich Krieb (CDU) hatte Bedenken, da es an sich nur Kommissionen gebe. Tatsächlich ist für deren Einsetzung der Magistrat laut Hessischer Gemeindeordnung zuständig. Er kündigte Enthaltung seiner Fraktion an. Alisa Dietz (SPD) erklärte noch einmal, dass in der Arbeitsgruppe Mitglieder aller Fraktionen, Verwaltungsmitarbeiter, Waldarbeiter und Bürger sich Gedanken machen sollten, wie es mit dem Wald weitergehe. "Ich empfinde die Gruppe als ein wichtiges politisches Statement."

Das sah auch Ralf Hofmann (FW) so: "Da sind wir uns einig, aber eine Arbeitsgruppe kennt die Gemeindeordnung nicht. Ich würde aber auch empfehlen, das etwas lockerer zu machen." Auch Bürgermeister Thomas Benz (FW) habe sich solch eine Arbeitsgruppe gewünscht. Nachdem die Angelegenheit verabschiedet worden war, meinte Stadtverordnetenvorsteher Sascha Wimmer (FW) erfreut: "Schön für unseren Wald."

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