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Stallpflicht für Geflügel gelockert

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Kreis Gießen (red). Die Gefährdungssituation durch die Geflügelpest hat sich geändert. Aus diesem Grund entfällt ab Sonntag, 13. März, die Aufstallungspflicht in Teilen des Landkreises Gießen. Zugleich werden weitere Lockerungen für Geflügelhaltungen und -Ausstellungen möglich. Dies regelt das Veterinäramt mit einer Allgemeinverfügung, teilt die Kreisverwaltung mit.

Die Aufstallungspflicht galt seit Ende Januar, nachdem in Hungen eine tote Wildgans mit dem hoch ansteckenden Geflügelpest-Erreger H5N1 gefunden worden war. Daraufhin durfte Geflügel in Hungen sowie allen Stadtteilen nicht mehr im Freien gehalten werden. Dies galt ebenfalls für alle Geflügelhaltungen in sogenannten ornithologischen Risikogebieten im Landkreis, auf denen häufig Zugvögel rasten - ebenso kreisweit für alle Haltungen mit mehr als 1000 Tieren.

Seither gab es jedoch keinen weiteren Nachweis des Erregers im Landkreis Gießen. Aus diesem Grund gilt nun in Hungen die Aufstallungspflicht nur noch in Utphe, Trais-Horloff sowie Teilen von Inheiden, Bellersheim, Steinheim, Obbornhofen und Hof Grass, da diese in ornithologischen Risikogebieten liegen.

Die Aufstallungspflicht gilt weiterhin für alle Haltungen in diesen Risikogebieten:

• Gebiet der Heuchelheimer Seen und den Silbersee nördlich der Bundesstraße 49 - Dreieck Lahnfeld - sowie die Flächen westlich der Bundesstraße 429 bis zur Lahn

• die Flächen südlich der A 45 zwischen den Gemeinden Ober-Hörgern und Trais-Münzenberg, die zur Gemarkung Eberstadt gehören. Die Aufstallungspflicht in den ornithologischen Risikogebieten ist laut Kreisverwaltung weiterhin erforderlich, weil hier Zugvögel gesichtet werden, von denen ein Risiko der Übertragung des Erregers auf Hausgeflügel ausgeht.

Die Aufstallungspflicht für alle Haltungen mit mehr als 1000 Tieren im gesamten Landkreis entfällt. Sie gilt nun nur noch für Haltungen dieser Größenordnung, die über freie Wasserflächen auf ihren Ausläufen verfügen. Die Wasserflächen können wild lebende Wasservögel anziehen, die bei einem Kontakt Hausgeflügel mit dem Geflügelpest-Erreger infizieren können.

Deshalb gilt: Geflügel muss im Stall oder einer Schutzvorrichtung gehalten werden, die Einträge von außen und ein Eindringen freilebender Vögel verhindert. Ein Netz mit einer Maschenweite von maximal 2,5 Zentimetern erfüllt diese Schutzwirkung.

Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte sowie Veranstaltungen ähnlicher Art sind im Landkreis wieder möglich - sie bleiben allerdings in den genannten ornithologischen Risikogebieten verboten.

Grundsätzlich biete die konsequente Einhaltung der Bio-Sicherheitsmaßnahmen den besten Schutz vor einer Einschleppung der Geflügelpest, so die Kreisverwaltung in ihrer Mitteilung.

Informationen dazu sowie die Allgemeinverfügungen sind im Internet zu finden unter www.lkgi.de; Menüpunkt »Gesundheit, Soziales, Migration« - »Tiere und Verbraucherschutz« - »Bekämpfung von Tierseuchen«.- »Aktuelle Tierkrankheiten« - »Geflügelpest«.

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