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Starker Rückgang bei Corona-Schnelltests

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Kreis Gießen (vb). Seit Ende Juni ist der Corona-Schnelltest nicht mehr für jedermann kostenlos. Welche Auswirkungen hatte dies auf die Angebote des DRK (15 Standorte) und die Johanniter (zwei Standorte)? Wenig überraschend sind die Zahlen stark zurückgegangen.

Heiko Krause, Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes Marburg-Gießen, nannte für Juli eine Zahl von etwa 40 000 Tests. Im Juni seien es etwa 65 000 und im Mai rund 75 000 gewesen. Von einem Rückgang um 20 bis 25 Prozent je nach Standort sprach Miriam Feuerstein, die Pressesprecherin des Regionalverbandes Mittelhessen der Johanniter-Unfallhilfe. Am Standort Gießen hätten sich die Zahlen im Mai und Juni auf gleichem Niveau gehalten, während es in Langgöns im Vergleich von Mai zu Juni einen Rückgang um 15 Prozent gegeben habe.

Kostenlose Antigen-Schnelltests auf Staatskosten gibt es nach der aktuellen Testverordnung nur noch für Risiko- und weitere ausgewählte Gruppen. Andere können sich nur noch aus bestimmten Gründen testen lassen und müssen für die Bürgertests drei Euro zahlen.

Für die Anbieter wurde der »Erstattungspreis« von 11,50 auf 9,50 Euro gesenkt: Zu den drei Euro kommen noch 6,50 Euro vom Bund. Wie sich dies finanziell auf DRK und Johanniter ausgewirkt hat, wollten die Pressesprecher nicht angeben. Laut Feuerstein wurde der Personaleinsatz reduziert und man liege noch immer in einem kostendeckenden Bereich. »Das ist unsere Serviceleistung für den Landkreis und die Menschen in der Region«, erklärte sie. Krause betonte ebenfalls, dass es kein Defizit gebe, auch wenn die Kosten wegen der qualitativ hochwertigen Ausstattung der Testzentren und der angemessenen Vergütung der Mitarbeiter über dem Standard lägen.

Als Reaktion auf die geringeren Testzahlen habe das DRK die Öffnungszeiten um etwa die Hälfte reduziert, berichtete Krause. Die Johanniter planen dies laut Feuerstein nicht.

Wie geht es weiter? »Die aktuelle Testverordnung des Bundes mit den Regelungen zur Finanzierung von kostenlosen Tests für bestimmte Personengruppen läuft bis zum 25. November. Als gemeinnützige Organisation ist der DRK-Kreisverband nicht profitorientiert. Unser Angebot werden wir daher so lange wie es nötig und möglich ist zum Schutz der Bevölkerung aufrechterhalten und wir sind jederzeit bereit, unser Angebot den aktuellen Bedürfnissen entsprechend hochzufahren und anzupassen«, erklärte Krause. Die Johanniter wollen ihr Angebot ebenfalls bis auf Weiteres aufrechterhalten, abhängig von den rechtlichen Rahmenbedingungen.

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