Staufenberg: Zehn Euro pro Einsatz?

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STAUFENBERG - (dge). Einen Antrag "zur Stärkung des Ehrenamtes" reichte die CDU-Fraktion in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) ein. Dahinter steht der Gedanke, den ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen der Stadt Staufenberg eine finanzielle Aufwandsentschädigung für Einsätze und Ausbildungen zukommen zu lassen.

Grundsätzlich wurde der Antrag positiv gesehen, doch stand die Frage im Raum, wie man eine solche Aufwandsentschädigung respektive Anerkennung gestalten solle. Der Vorschlag der Christdemokraten lautete, dass die Entschädigung an die der kommunalen Mandatsträger angepasst werden solle. Diese erhalten zehn Euro pro Sitzung, das sollten nach Ansicht der CDU auch die Feuerwehrangehörigen pro Ausbildungsveranstaltung und Einsatz bekommen. Immerhin leiste die Freiwillige Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Kommune. Peter Gefeller erklärte, er begrüße den Antrag, regte aber an, eine jahresbezogene Anerkennungsprämie zu erwägen, um nicht in den "Bereich einer Entlohnung" zu kommen. Claus Waldschmidt (SPD) schlug vor, dass Magistrat und Verwaltung prüfen sollten, wie eine solche Anerkennungsprämie aussehen könne. Roland Ehmig (FW) wies darauf hin, dass er den Antrag im Prinzip unterstütze, aber "ein wenig Bauchweh dabei" habe. Es gebe schließlich noch andere Vereine, deren Mitglieder sich ebenfalls ehrenamtlich engagierten. Außerdem gebe es ja in den Feuerwehren zum Beispiel die Alters- und Ehrenabteilungen sowie die Mini-Feuerwehren, die dann leer ausgingen. "Unterstützung ja, aber in welcher Form sollte geklärte werden", meinte Ehmig. Vielleicht könne man die Feuerwehrleute einladen, um sie dazu anzuhören. Ehmigs Argumentation hielt Wilfried Schmied (CDU) entgegen, dass die Aufgabe der Einsatzabteilung gewürdigt werden solle, "da sie eine Pflichtaufgabe der Stadt übernehmen. Das ist nicht mit anderen Vereinen vergleichbar." Thomas Kreiling (Bauamtsleiter der Stadt Staufenberg), der in der Sitzung Protokoll führte, ist selbst aktiver Feuerwehrmann. Den Vergleich mit anderen Vereinen nannte er einen "Vergleich von Äpfeln und Birnen". Die Aktiven der Einsatzabteilungen setzten sich zuweilen nicht unerheblichen Gefahren aus und trügen eine große Verantwortung. Kreiling verwies zudem auf die Anforderungen, denen sich andere Vereine nicht stellen müssten. Die HFA-Mitglieder beschlossen, den Magistrat zu beauftragen, ein Konzept zu erarbeiten, das für alle Beteiligten tragfähig ist.

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