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»Sterne weisen uns den Weg«

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Stellen die Leitsterne vor: Werner Rauber-Wagner, Michael Klier, Marco Kirchner, Daniel Weil (Biebertal), Jörg Sprankel (Grünberg), Bernd Schöps, Anita Schneider, Mario Binsch und die stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Julia Trampisch (v. l.). Foto: Wißner © Wißner

Der Kreisfeuerwehrverband Gießen stellt zehn funkelnde Leitlinien für den Umgang untereinander vor.

Kreis Gießen (twi). Zehn Leitsterne sind es, die jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann im Landkreis beherzigen sollte. Die Himmelskörper dienen als Richtschnur für den Umgang miteinander und eine moderne Führungskultur in den Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet.

»Damit sind die Wehren im Kreis die ersten, die sich in einem Gemeinschaftsprojekt mit den gemeinsamen Werten befasst haben«, stellte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen, Michael Klier (Staufenberg), fest. Die Leitlinien wurden im Stützpunkt in Watzenborn-Steinberg im Beisein von Landrätin Anita Schneider und Kreisbrandinspektor Mario Binsch vorgestellt.

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den beiden Stadtbrandinspektoren Bernd Schöps (Pohlheim) und Marco Römer (Lich), Stefan Becker und Michael Klier vom Kreisfeuerwehrverband sowie Kreisbrandmeister Martin Lutz, wurden zehn Regeln erarbeitet, die die Attraktivität der Freiwilligen Feuerwehren weiter steigern sollen. Lutz gilt dabei als Ideengeber.

Hintergrund ist, dass das Engagement in einer Feuerwehr heutzutage in Konkurrenz zu einer Vielzahl an attraktiven Freizeitangeboten tritt. Seit 2010 beschäftigen sich die Verantwortlichen mit Fragen wie »Was ist uns wichtig in Sachen Kommunikation?« oder »Wie gehen wir mit Fehlern und Konflikten um?«, sagte Klier zu den neuen Herausforderungen.

Als es 2017 interne Kommunikationsschwierigkeiten in einer Kreiskommune unter Feuerwehrangehörigen gab, wurde das Thema intensiv angegangen und bei einer Klausurtagung erarbeitet. Die Leitsterne wurden geboren. »Wir haben uns bewusst für den Begriff entschieden. Leitbild klingt aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß. Deshalb sind wir an den Leitsternen hängengeblieben, diese haben Symbolcharakter sind immer da, zwar weit weg, weisen uns aber den Weg«, unerstrich Klier.

30 000 Euro wurden in die Aktion investiert und, was Klier besonders freute: alle 18 Kreiskommunen sind mit im Boot. »Das ist einmalig«. Die Wehren im Kreis werden jetzt mit den Leitsternen in Form von Transparenten und Z-Cards, die nach dem Aufklappen eine große, übersichtliche Beschreibung der zehn Leitsterne enthalten, ausgestattet.

Landrätin Anita Schneider stellte dann auch fest: »Gute Feuerwehrarbeit wird vor Ort in den Gemeinden unseres Landkreises gelebt und geleistet. Dies gelingt umso besser, wenn dafür ein erstklassiger Rahmen vorgegeben wird, die äußeren Bedingungen stimmen und eine vorbildliche Führungskultur gelebt wird. Dann gelingt es, dass die jeweilige Ortswehr zu einem noch schlagkräftigeren Team zusammenzuwachsen kann. Wir wollen alle erreichen, unabhängig von sozialer oder beruflicher Herkunft. Die Vielfalt ist gewünscht.« Sie attestierte dem Kreisfeuerwehrverband mit diesem Projekt eine gute Öffentlichkeitsarbeit.

Die neuen Leitsterne sind ab sofort Bestandteil eines jeden Grundlehrgangs. Alle Feuerwehren im Kreis haben die Wandschilder erhalten. In Rüddingshausen wurden sie sogar öffentlich ausgehängt. »Wir sind modern und zukunftsfähig aufgestellt und bieten für jeden etwas«, warb Marco Kirchner abschließend zum Mitmachen. Um die Leitsterne weiter in die Feuerwehren zu tragen, entwickelt die Arbeitsgruppe gemeinsam mit der Gießener Agentur Viscor zwei moderne Videospots. zu den zwei Leitlinien. Diese sind auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes im Internet www.kfv-giessen.de/ leitsterne/ zu finden.

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