Stichwahl in Laubach: Briefwähler warten auf neue Unterlagen

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LAUBACH - (ww). Bereits jetzt steht fest, dass es erneut 1500 Briefwähler zur Laubacher Bürgermeister-Stichwahl geben könnte. So viele haben ihr Kreuz für die Zusendung neuer Briefwahlunterlagen bereits im ersten Wahlgang gesetzt, erklärte gestern der besondere Wahlleiter, Hauptamtsleiter Andreas Stuff. Derzeit werden in Gießen in einer Druckerei die neuen Stimmzettel gedruckt.

Ab Mittwoch oder Donnerstag werden die neuen Briefwahlunterlagen an diejenigen verschickt, die bereits für eine Stichwahl vorgesorgt hatten. Natürlich können noch neue Briefwahlunterlagen beantragt werden.

Da die Auszählung der Briefwahl mit zwei Wahlvorständen im Sitzungssaal und Magistratszimmer des Rathauses länger dauerte, fragte unsere Zeitung am Montag Bürgermeister Peter Klug, ob ein dritter Briefwahlvorstand für die Stichwahl eingerichtet werden könnte: "Hierfür fehlen uns Corona-bedingt die Platzbedingungen." Vor sechs Jahren votierten zur Bürgermeisterwahl rund 700 Briefwähler, jetzt waren es exakt 1764. "Ab 16 Uhr am Wahltag fangen unsere Briefwahlvorstände an, die Erklärungen zu prüfen. Punkt 18 Uhr werden die Wahlumschläge geöffnet und gezählt."

Am 20. Dezember haben die Laubacher die Wahl zwischen Matthias Meyer (unabhängig, unterstützt von SPD und Grünen) und Björn Erik Ruppel (CDU). Meyer hatte die meisten Stimmen im ersten Wahlgang erhalten. 100 Stimmen Abstand trennten Meyer und Ruppel zuletzt. Der 37-jährige Christdemokrat Ruppel erklärte gestern noch einmal, dass er und Meyer ein sehr gutes Ergebnis erzielt hätten. Es gehe jetzt darum, die Wähler erneut für sich zu aktivieren. Er blicke mit großem Optimismus auf den Ausgang, der offen sei. "Ich freue mich auf die nächsten zwei Wochen. "Er werde natürlich seinen Podcast, aber auch das Format Ruppel live auf Facebook weiterführen.

Bei Matthias Meyer klingelte am Montag das Telefon Sturm, sagte der 50-jährige Kandidat nach seinem guten Abschneiden. "Diese Entwicklung hat sich abgezeichnet." Nur Ur-Laubacher hätten sich überrascht gezeigt. 100 Stimmen seien bei einer schon viel und damit sein Vorsprung nicht klein. Er werde jetzt darauf hinwirken, dass die Trendwende weiter in seine Richtung gehe. Dafür werde er vor Ort mit Abstand und draußen weiter im Kernort und den Stadtteilen werben. Den Gedanken des ausgeschiedenen Bewerbers Kempff, eine Berufsschule nach Laubach zu holen, wolle er weiterverfolgen.

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