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Karin Rühl, Alexander Ellermann und Daniel Mandler (v.l.) beim Start der Benefizwanderung.

Benefizwanderung

Teilnehmer muss verletzt aufgeben

Heute Mittag wollen die Benefizwanderer aus dem Landkreis Gießen in Ahrweiler ankommen. Doch die schwierigen Wetterbedingungen haben den Zeitplan durcheinandergebracht.

Kreis Gießen (twi). Pünktlich um 0.01 Uhr am Freitag brachen Daniel Mandler aus Odenhausen und Karin Rühl aus Grünberg an der Lahnbrücke in Odenhausen/Lahn zu ihrer Benefizwanderung nach Ahrweiler auf. Alexander Ellermann aus Mühlheim am Main hatte sich zu dem Duo gesellt, das mit der Wanderung Geld für Hochwasseropfer und Obdachlose sammelt (der Anzeiger berichtete).

Bewusst hatte man sich für den 14. Januar als Starttermin für die 150-Kilometer-Wanderung entschieden, denn die Flutkatastrophe ereignete sich genau vor einem halben Jahr. Bereits mehrfach war der Odenhäuser zu Arbeitseinsätzen in der Altstadt von Ahrweiler und half einer dreiköpfigen Familie bei der Sanierung ihres Hauses. Mit seiner Wanderung will Mandler die Flut in Erinnerung rufen, den der Wiederaufbau in der Katastrophenregion geht eher schleppend voran.

Über soziale Medien wurde die Benefizwanderung ebenfalls angekündigt. Bereits vor dem Start waren unter dem Verwendungszweck »Spendenwanderung 14.01.2022« auf dem Konto mit der Iban DE12 5765 0010 0098 0781 99 des Verein »Hoffnungswerk« 450 Euro eingegangen.

Als das Trio aufbrach, zeigte die Quecksilbersäule ein Grad plus und es war nasskalt. Aus Rennerod im Westerwald hatten Freunde Schneefotos übermittelt um dem Wandertrio zu zeigen, was sie im Westerwald erwartete. Bereits bei der Wanderung durch den Krofdorfer Forst gab es erste Schwierigkeiten. Auf dem Weg zur Königsberger Grube und weiter nach Edingen war der Boden schlammig und lag Schnee. Je mehr es Richtung Westerwald ging, war der Untergrund gefroren und glatt. Dies führte dazu, dass der Zeitplan - 32 Stunden und 24 Minuten waren geplant - nicht eingehalten werden kann. In Edingen stieß Simone Kremer aus Odenhausen/Lahn zum Trio, m die rund 30 Kilometer lange Teiletappe mit Überquerung der Landesgrenze bis nach Rennerod zu begleiten. Eine Fußverletzung zwang hier Alexander Ellermann zur Aufgabe, der gemeinsam mit Kremer zurückfuhr.

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