Telekom erteilt Mobilfunkmast in Cleeberg Absage

Die Telekom ist von ihrem Vorhaben, einen Mobilfunkmast in Cleeberg zu errichten, zurückgetreten. Das Projekt wird aber weiter verfolgt.

Langgöns (imr). Die Deutsche Telekom hat anderthalb Jahre lang verschiedene Standorte im Ortsteil Cleeberg geprüft, um die Mobilfunkversorgung flächendeckend sicherzustellen. Nun ist sie von diesem Vorhaben zurückgetreten. »Nach derzeitigem Planungsstand sieht es so aus, dass wir in Cleeberg keinen Mast realisieren werden, da die Kosten zu hoch sind«, heißt es in einem Schreiben des Unternehmens. Dies teilte der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU) in der Sitzung des Bauausschusses mit.

Nun müsse überlegt und in den Fraktionen beraten werden, ob das Projekt, im Raum Cleeberg einen Mobilfunkmast zu errichten, weiterverfolgt werden sollte. Seitens des Landes Hessen gebe es dazu verschiedene Förderprogramme. Heidi Tonhäuser (SPD), Ortsbeiratsvorsitzende von Cleeberg, betonte: »Wir wollen uns nicht einfach geschlagen sehen, das Vorhaben muss von Gemeindeseite weiterverfolgt werden, um den ländlichen Raum zu stärken.« So sieht es auch der Bürgermeister.

Jürgen Knorz (CDU) erkundigte sich nach dem provisorischen Mobilfunkmast der Firma Vodafone in Espa. Dazu informierte der Rathauschef: Der Mast am Gaulskopf könne wegen der aktuellen Erschließung des Neubaugebiets nicht länger toleriert werden, der Vertrag sei deshalb gekündigt worden und laufe im nächsten Jahr aus. Vodafone suche derzeit einen neuen Standort.

40 Bauplätze vorgesehen

Nachdem in der letzten Bauausschusssitzung über die Stellungnahmen zum Bebauungsplan »Blankweg«, die im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden sowie Trägern öffentlicher Belange eingegangen sind, beraten wurde, haben die Fraktionen und der Ortsbeirat Dornholzhausen mit Thorsten Fuchs (FW) an der Spitze ihre Hausaufgaben gemacht und die Anregungen aus der Sitzung konkretisiert. Sie wurden in der jüngsten Bauausschusssitzung ausführlich beraten und beschlossen, um sie in die Planungen einzubringen.

Auf dem bisher landwirtschaftlich genutzten Gelände soll ein Neubaugebiet mit 40 Bauplätzen auf 2,7 Hektar Fläche am Ortsrand entstehen. Hier die Ergebnisse, die alle einstimmig erzielt wurden: Ein Spielplatz für kleinere Kinder soll am rechten Rand des Baugebiets in der Nähe des alten Dorfes entstehen, die geplante Begegnungsfläche oben rechts im Neubaugebiet soll beibehalten werden. Ein Grundstück für Mehrfamilienhäuser soll sowohl im ersten als auch im zweiten Bauabschnitt festgelegt werden. Der Planer soll Vorschläge machen, wo diese Häuser am besten hinpassen. Die Grundstücksgrößen sollen wie bisher geplant gemischt bleiben, sie variieren zwischen etwa 500 bis 800 Quadratmetern, die meisten sind um die 500 bis 600 Quadratmeter groß. Zwei öffentliche Parkplätze mit der Option, dort E-Ladesäulen aufzustellen, bleiben wie ursprünglich geplant. Eine Firsthöhe bei den Gebäuden von neun Metern wird gewünscht, der Planer soll sich dazu noch äußern und auch die Grundflächenzahl prüfen. Es sollen überwiegend einheimische Pflanzen in den Gärten eingesetzt werden, Stein- und Schottergärten sollen verboten werden.

Starkregentauglich

Seitens der Gemeinde wurde dazu geraten, als Entwässerungsvariante einen Staukanal anzulegen. Nachdem ein Zuschauer in der Sitzung empfahl, diesen Kanal auf ein 100-jähriges Starkregenereignis zu dimensionieren, was Bürgermeister Marius Reusch aus technischen und aus Kostengründen kritisch sieht, soll aber nun ein Planer prüfen, ob solch eine geforderte größere Dimensionierung notwendig ist. Auch dies wurde einstimmig der Gemeindevertretung empfohlen.

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