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Tigermücke im Anflug

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Ein übergroßes Modell einer Tigermücke in einem Museum. Das Insekt ist auch bei uns auf dem Vormarsch. Foto: dpa © dpa

Kreis Gießen (red). Tropische Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und Wasseransammlungen in heimischen Gärten. Das alles sind optimale Voraussetzungen für die Ausbreitung und Vermehrung der asiatischen Tigermücke, auch in Mittelhessen, darauf weist der Landkreis hin. Ursprünglich kommt das auffällig schwarz-weiß gestreifte Insekt aus Südostasien und kann Krankheiten von Mensch zu Mensch übertragen.

Die Erderwärmung und das feuchtwarme Klima sorgen aber dafür, dass sie sich auch in Hessen zunehmend wohlfühlt, wo sie aufgrund des globalen Reise- und Handelsverkehrs längst angekommen ist.

Da die Gefahr besteht, dass sich die Mückenart auch im Landkreis Gießen ausbreitet und hier Krankheiten überträgt, ruft Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock zur Mithilfe auf: »Um Gesundheitsrisiken frühzeitig und nachhaltig abzuwenden, ist es notwendig, die Ausbreitung der Mückenart zu verhindern.« Besonders wichtig sei es, den Insekten keinen Lebensraum auf dem eigenen Grundstück zur Verfügung zu stellen.

Die asiatische Tigermücke lege ihre Eier zwischen dem Frühjahr und dem Spätsommer in kleinen Wasseransammlungen wie Regentonnen, Eimern oder Blumentopfuntersetzern ab. Um die Ansiedelung des Insekts zu verhindern, sollten diese entweder entfernt, verschlossen oder regelmäßig geleert werden, damit sie für die Tigermücke als Brutstätten uninteressant sind.

Aktuell sei das Übertragungsrisiko für Krankheiten in Deutschland zwar noch sehr gering, da sowohl die Mücke, als auch die Krankheitserreger nur vereinzelt vorkommen würden. Mit der steigenden Zahl der aggressiven Stechmückenart steige allerdings auch die Gefahr einer Ansteckung. Daher sei es umso wichtiger, die Ansiedlung der asiatischen Tigermücke von vornherein zu verhindern und bereits nachgewiesene Populationen einzudämmen und zu bekämpfen.

Wer die Tigermücke im eigenen Garten vermutet oder Fragen zu übertragbaren Krankheiten hat, kann sich an das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen per E-Mail an hygiene@lkgi.de wenden.

Weitere Informationen zur Mücke und den Präventionsvorkehrungen finden sich im Internet unter der Adresse https://soziales.hessen.de/Presse/Gefahr-der-Ausbreitung-der-Asiatischen-Tigermuecke-in-Hessen.

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