Trauer Zeit und Raum geben

Lich (red). Anfang Dezember staunten die Schüler des 9. Schuljahres der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) nicht schlecht, als Silke Schulz-Laun und ihr Kollege Michlovsky den Klassenraum betraten. Denn die beiden haben einen besonderen Beruf: Sie sind Bestatter bei »Lebensweg Abschiede«. Schon Wochen zuvor hatte der Religionskurs begonnen, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen.

Ein Thema, welches in den Medien und der digitalen Welt sehr präsent ist, aber im privaten Bereich gerne ausgeklammert beziehungsweise soweit es geht weggeschoben und institutionalisiert wird. Dabei gehört es doch zum Leben dazu! Zudem hilft es, sich einmal damit zu befassen, bevor der Ernstfall eintritt. Man betrachtet das Ganze zunächst einmal nüchtern, bevor es einen emotional trifft und kann durch sein Vorwissen auch sicher besser mit dem Tod umgehen. Neben dieser Erkenntnis vermittelten die beiden Bestatter sehr eindrücklich wie wichtig es ist, der Trauer Zeit und Raum zu geben. Sie betonten wie dringend erforderlich es sei, dass der Verstorbene einen würdevollen Abschied und die Beerdigung einen individuellen und dadurch passgenauen Rahmen erhalte. Mit dem Hinweis sich den Umgang der Gesellschaft mit ihren Toten zu betrachten, um Rückschlüsse auf die Gesellschaft zu ziehen, gaben sie den Schülern einen weiteren Denkanstoß mit auf ihre Reise. Die DBS bedankt sich für diesen Besuch, der den Schülern viele Informationen vermittelte, Anschauungsmaterial bereitstellte und vor Augen führte, wie wichtig es ist, bei diesem Thema das richtige Einfühlungsvermögen zu besitzen.

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