Troher Straße soll sicherer werden

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ALTEN-BUSECK - (ebp). Braucht die Troher Straße in Alten-Buseck einen Gehweg? "Ja", finden die Freien Wähler (FW) und haben in der jüngsten Sitzungsrunde einen Antrag vorgelegt, wonach ein Vorentwurf für den Bau eines einseitigen Gehweges vom Rinnerborn bis zu der Straße "Am Boxacker" erstellt werden soll. Ein solcher Weg würde "eine erhebliche Erhöhung der Verkehrssicherheit, zum Beispiel für die Schulkinder", darstellen, heißt es in der Antragsbegründung.

Entlang der Troher Straße seien bei drei Grundstücken Ausgänge vorhanden, hat Immo Zillinger (FW) festgestellt: "Es gibt offensichtlich Bedarf." Die Kosten würden rund 30 000 Euro betragen.

Der Betrag sei "sehr tief gegriffen", sagte Bürgermeister Dirk Haas (SPD). In Trohe habe der Gehwegbau mit rund 90 000 Euro zu Buche geschlagen - "beidseitig, aber deutlich kürzer". Haas gab zudem zu bedenken, dass die Troher Straße gerade erst saniert wurde und die Gemeinde im Vorfeld nicht von Hessen Mobil informiert worden sei. Daher habe es keine Vorlaufzeit für Planungen gegeben. Um vom Rinnerborn Richtung Boxacker zu gelangen, sei der Wirtschaftsweg besser geeignet. Dies habe den Nachteil, dass die Kreisstraße überquert werden müsse.

Im November 2018 hatten die Freien Wähler schon einmal einen Prüfantrag für den Bau eines einseitigen Gehweges entlang der Troher Straße vorgelegt. Später habe man vonseiten der Gemeindeverwaltung die Info bekommen, dass für den Bau eines Gehweges keine ausreichenden Flächen vorhanden seien. Die Freien Wähler sind jedoch der Ansicht, dass es zwischen den bebauten Grundstücken und der Fahrbahn genug Platz für einen schmalen Gehweg gebe. Alternativ könne er auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite angeordnet werden.

Alten-Busecks stellvertretende Ortsvorsteherin Cornelia Steller-Nass (SPD) bezeichnete den Antrag in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates als "hanebüchen". Der Streckenabschnitt sei für Fußgänger alles andere als sicher und für Kinder auch mit Gehweg nicht geeignet. Man wolle ihn durch den Bau eines Gehwegs daher nicht als verkehrssicheren Weg deklarieren.

Eine Anwohnerin des Rinnerborns berichtete, dass entlang der Troher Straße regelmäßig Fußgänger - darunter auch Kinder - unterwegs seien, um etwa zu den Gärten zu gelangen. Zudem würden Troher zu Fuß die Kreisstraße in Richtung Alten-Buseck entlang laufen, in der Hoffnung, unterwegs von Autofahrern mitgenommen zu werden. Ein weiterer Anwohner bemängelte, dass sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten würden und zwischen Alten-Buseck und Trohe mit einer Geschwindigkeit "deutlich jenseits der 100" unterwegs seien. Würde man das Tempo hier stärker regulieren, wäre ein Gehweg nicht zwingend notwendig, so der Anwohner.

CDU, FW und Grüne stimmten in der Gemeindevertretung für den Antrag, die SPD enthielt sich. Der Entwurf soll bis April vorgelegt werden und vorab mit Hessen Mobil besprochen werden.

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