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Verkehrssicherheit für alle

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Selda Demirel-Kocar © Red

Am 18. September entscheiden die Lollarer Bürger und Bürgerinnen, wer in den nächsten sechs Jahren die Geschicke ihrer Stadt lenken soll.

Drei Kandidaten haben ihren Hut in den Ring geworfen. Für die CDU tritt Selda Demirel-Kocar an. Die 47-jährige Juristin lebt in Heuchelheim und engagiert sich dort in der Gemeindevertretung. Bianka de Waal-Schneider ist die Kandidatin der SPD. Die 55-Jährige ist Personalentwicklerin und Erste Stadträtin in Staufenberg. Dritter Kandidat ist Jan-Erik Dort, der 39-jährige Sozialpädagoge kommt aus Lollar und tritt als Unabhängiger an.

Vor der Direktwahl am 18. September stellen wir den Kandidaten jede Woche eine Frage zu Themen, die die Stadt Lollar bewegen.

Ich möchte als Bürgermeisterin eine gut aufeinander abgestimmte und barrierefreie Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleisten und mehr Verkehrssicherheit schaffen. Das größte Problem sehe ich auf dem Teilstück zwischen Schmaadlecker und Bahnhofstraße. Dort wäre auch eine sichere Anbindung des Lumdatal-Radweges an der Eisenbahn oder dem Edeka möglich. So können Radfahrer in der Nutzung des teilweise bereits vorhandenen Radweges ab der Eisenbahn am Edeka vorbei und mit einer Rampe auf den Parkplatz in der Bahnhofstraße sicher fahren. Für die Realisierung der Rampe würde ich mich einsetzen. Damit sollte dieser Gefahrenpunkt zu entschärfen sein. Eine weitere Lösung sehe ich in einer Einbindung der Durchgangsstraße in einem städtebaulichen Gesamtkonzept mit Bürgerbeteiligung, vor allem der Anwohner, Einzelhandelsgeschäftsbetreiber, Eltern von Schulkindern und der Feuerwehr. Die Marburger Straße ist eine Landesstraße mit entsprechenden Vorgaben. Die Wegnahme von Parkplätzen an dieser Stelle würde den vorhandenen Parkdruck weiter erhöhen. Ein Parkraum-Management wäre hier von Vorteil unter Berücksichtigung des Parkplatzes auf der Schur. Foto: Yvonne Söngen.

Die schlechteste Lösung wäre ein Schnellschuss. Wir brauchen kein Flickwerk, sondern ein umfassendes neues Verkehrskonzept. Das kann ich leider nicht aus dem Ärmel schütteln. Bisher gibt es zwar ein paar Lösungsideen, jedoch noch keine, die nicht mindestens einer der aufgezählten Personengruppen missfallen würde. Zudem sind bei einigen Lösungen die Kosten nicht klar definiert. Daher müssen wir zunächst den Bedarf genau analysieren: Wie viele Parkplätze benötigen wir, wie breit sollte der Bürgersteig sein, lassen sich eine Pkw- und Fahrradspur integrieren oder sollten diese beiden Wege getrennt verlaufen, wie kann die Stadt den Lkw-Verkehr besser steuern? Auch muss geklärt werden, welche Personengruppen in die Planung einbezogen werden sollten. Bei einem Konzept dieser Größenordnung brauchen wir die Fachkompetenz aus dem Rathaus sowie die Expertise entsprechender Berufsgruppen. Mit der THM und der JLU stehen zwei hervorragende Hochschulen zur Verfügung, die man in eine solche Entwicklung mit einbinden könnte und sollte. Dieses ist sicherlich nicht innerhalb eines Monats umsetzbar, aber wenn wir uns alle einbringen, schaffen wir eine langfristig gute Lösung. Foto: Martina Dort

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Jan-Erik Dort © Red
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Bianka de Waal- Schneider © Red

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