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Von Beruf Welterklärer

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Sonst im Fernsehen, jetzt im Kino: Willi Weitzel. © Schultz

Gießen (hsch), Auch Medienstars kommen ab und zu ins Kino nach Gießen, das hat eine lange Tradition. Am Samstag war ein Multitalent zu Gast, das in Fernsehen und Film Bedeutung erlangte: der Reporter, Moderator und Produzent Willi Weitzel. Er stellte seinen neuen Film »Willi und die Wunderkröte vor« und begrüßte zahlreiche junge Zuschauer im Kinopolis.

Weitzel ist ein durch und durch sympathischer, warmherziger Typ, von Beruf eigentlich Welterklärer. Er kann nämlich seine Neugier auf praktisch alles sehr gut vermitteln und ist ein geschickter Vermittler. Vor 20 Jahren sei die erste Folge seiner TV-Reihe »Willi wills wissen« ausgestrahlt worden, für die er bekannt ist. Großer Beifall im Saal. »Da spür ich jetzt, wie alt ich bin, denn damals waren die meisten von euch noch gar nicht geboren.«

Er moderierte unter anderem die Fernsehreihen »Willi wills wissen« und »Willis VIPs«. 2008 drehte er den Kinofilm »Willi und die Wunder dieser Welt«. Seit 2013 ist er mit seinem Live-Programm »Willis wilde Wege« in Deutschland unterwegs.

Weitzel, der in Stadtallendorf bei Marburg geboren wurde, ist seit September 2019 auch Schirmherr des Mini-Mathematikums. Er erklärt, dass er mit dem Film dazu beitragen will, dass die Kinder Frösche in Zukunft nicht mehr als ekelig betrachten, sondern sich freuen, dass da »ein wunderbares Wesen« zu sehen ist.

Im Kino, die Vorstellung läuft in zwei Sälen, hat er auch verblüffende Fragen zu beantworten. Eine der alltäglicheren ist die nach seinem Alter (49), eine weitere die, warum er im Film in einen Tümpel fällt (Das ist im Traum). Weitzel erzählt schmunzelnd von einem anderen Kritikpunkt: Der letzte Film »war so lang, dass das Getränk für die letzte halbe Stunde nicht gereicht hat!«

Weitzel bringt noch einen Insiderwitz an, über den alle Kinder lachen. Fernsehen läuft grad nicht so gut bei ihm, sagt er, und deshalb »mache ich jetzt Kinofilme, weil ich noch so viele Fragen habe, und irgendwo muss sich die ja loswerden.« Wie er auf die »Wunderkröte« gekommen sei? »Die ist mir im Traum erschienen und hat mir ins Gewissen geredet.« Und wie viele Serienfolgen er gemacht habe? Die Zahl geht in die Hunderte,

Auffällig ist, dass Weitzel alle Fragen ganz ernst und aufrichtig beantwortet auf die Kinder eingeht - hier läuft kein Promotionquatsch ab, sondern er begegnet den Kindern auf Augenhöhe. »Am liebsten würde ich den Film jetzt mit euch gucken«, sagt er zum Schluss auf die entsprechende Frage. Und man glaubt es ihm.

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