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»Vorreiter klimafreundliche Kommune«

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Buseck (red). Die Initiative »Verkehrswende in Buseck« hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister Michael Ranft (CDU).

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, gilt ihr Dank dem scheidenden Bürgermeister Dirk Haas (SPD) »für die langjährige Unterstützung unserer Initiative«. Man sei voller Hoffnung, dass trotz des politischen Wechsels das bisher gute Zusammenwirken zwischen der Kommune Buseck und der Initiative weiter Früchte trage.

Die Initiative »Verkehrswende in Buseck« hält nach eigenem Bekunden eine deutliche Reduktion des Pkw- und Lkw-Verkehrs zum Schutz des Klimas, zum Schutz der Anwohner stark befahrener Straßen und zum Schutz aller nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmer für dringend geboten. Um den Autoverkehr zu verringern, brauche es einladende und praktikable Alternativen.

»Dass unsere Initiative in den letzten Jahren schon Wirkung erzielen konnte, ist auch der Offenheit des nun ausscheidenden Bürgermeisters Haas uns gegenüber zu verdanken«, so Markus Ihle. Als bei einer Veranstaltung im November 2018 ein »Verkehrswendeplan für das Wiesecktal« vorgestellt wurde, habe Haas vielen Anwesenden mit seinen Einschätzungen Hoffnung, dass Veränderungen möglich sind, gemacht. Das habe als Impuls zur Gründung der Initiative geführt.

Inzwischen seien Gefahrenpunkte und Missstände analysiert und einige Verbesserungen - vor allem für den Radverkehr in Großen-Buseck und auf dem R7 - bewirkt worden. Dies wäre ohne die Kooperation des Bürgermeisters und aller Fraktionen in der Busecker Gemeindevertretung kaum realisiert worden, meint die Initiative. Das sei sicherlich auch dem Umstand zu verdanken, dass in der Initiative alle Fraktionen vertreten seien und in diesem Rahmen konstruktiv zusammenwirkten. »Das möge auch so bleiben. Für die Zukunft wünschen wir uns die gleiche Offenheit und Kooperation, wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben.« Man gehe davon aus, dass man auch bei Michael Ranft auf offene Ohren stoßen werde. Dafür spreche sein Interesse an diversen Treffen und Aktionen zur Verkehrswende in diesem Jahr.

Baldiges Treffen

Die Vertreter der »Initiative Verkehrswende« hoffen auf ein baldiges Treffen, bei dem der neue Bürgermeister seine Vorstellungen erläutern und auch die Initiative über ihre Beobachtungen und Vorschläge informieren könne. Dazu gehörten unter anderem die notwendigen Bodenmarkierungen auf den bereits beschlossenen Fahrradstraßen sowie »energische Verhandlungen mit Hessen Mobil«, um auch auf den Durchfahrtsstraßen Tempo 30, gegebenenfalls ein Lkw-Durchfahrtsverbot und Einrichtung von Zebrastreifen als Querungshilfen zu erreichen.

Konstruktive Gespräche mit den Gewerbebetrieben, die für den Lkw-Verkehr verantwortlich seien, stünden aus: »Wie können Ortsdurchfahrten verhindert, die Nutzung direkter und dafür vorgesehener Verbindungen (B49/A480) begünstigt und Transporte auf die Schiene verlagert werden? Ebenso relevant erscheint ein Eingreifen in das überörtliche Lkw-Aufkommen, das mit Buseck nichts zu tun hat. Weiterhin erhoffen wir uns die baldige Ausweisung von weiteren Fahrrad-Zonen.« Aber nicht nur Radverkehr und Durchgangsstraßen seien im Fokus, sondern auch die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Deshalb müssten weitere Verhandlungen mit der Bahn zu den Haltepunkten Gewerbegebiet Ost und Rödgen (für Trohe) und Gespräche mit der Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH (VGO) zur Verbesserung des Busverkehrs geführt werden.

»Natürlich hoffen wir, dass eine Verkehrswende vor allem durch das vernunftgesteuerte freiwillige Verhalten von uns allen geschafft wird. Es zeigt sich aber, dass doch zahlreiche administrative Maßnahmen notwendig sind, um nicht noch mehr Zeit auf dem Weg in der Krise zu verlieren.« Die Initiative habe die Vision von Buseck in einer Vorreiterrolle als klimafreundliche Kommune.

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