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Warmmachen für »Giennale III«

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Die vierköpfige Band »Rathmann« spielt Indie-Pop und animiert die Gäste zum Tanz mit Maske. © Zylla

Nach drei Jahren Pause soll mit der »Giennale III« im September in Gießen wieder eine Plattform für Kunstschaffende geboten werden. Jetzt herrschte schon mal viel Vorfreude beim »Warmup« im Jokus.

Gießen (zye). Drei Jahre musste es wegen der Pandemie ruhig bleiben um das Kulturfestival »Giennale«. Nun melden sich die Planer, das gemeinnützige Unternehmen »Zellkultur«, mit einem »Warmup« zurück aus der Corona-Pause. Dabei war nicht nur der Durst nach gekühlten Getränken spürbar.

Ein Video läutete das »Warmup« am Samstagabend ein. Darin sind Videoclips der vergangenen »Giennale« zu sehen. Zuletzt konnte die beliebte Kunstausstellung mit Performances, Lesungen, Installationen, Konzerten, Mixed Media, Schauspiel, Literatur und bildenden Künsten im September 2019 stattfinden. »Eine verbindende Plattform für Gießens Kunstschaffende« sollte mit ihrer ersten Auflage von 2017 etabliert werden, sagen die Veranstalter von »Zellkultur - Büro für angewandte Kultur und Bildung«. Darüber hinaus sollten die verschiedenen Partner - verstreut in ganz Gießen - auch Orte des Netzwerkens und für Inspiration werden. Die Vorfreude beim »Warmup« auf die »Giennale III« im September war entsprechend groß. Die »III« im Namen stehe hier vor allem auch für die drei Jahre Pause.

Die Gäste hatten also Spaß im Jokus bei ihren Gesprächen unter 2G+-Bedingungen. Die Erleichterung, sich wieder mit Bekannten und Gleichgesinnten zu treffen, war mit Händen zu greifen. Da wunderte es auch nicht, dass noch vor Beginn des ersten der beiden Acts die Bierbestände knapp wurden. Das kommentierten auch die erstaunten Gastgeber Marco Rasch und Hagen Reier von »Zellkultur«: »Die Bar heute Abend habt ihr ja schon unglaublich leer getrunken. Wir versuchen gerade, noch mehr Bier aufzutreiben.«

Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürstete es aber nicht nur nach Bier, sondern auch nach Live-Auftritten von Kunstschaffenden aus der Region. Der »Special Guest« sollte dabei tatsächlich speziell werden: »Wir hätten gerne einen Poledance im Dinosaurierkostüm als Performance gehabt«, erläuterte Marco Rasch, wegen eines positiven Corona-Tests musste aber darauf verzichtet werden.

»Zellkultur« sowie »Bands of Friends« stellten ein paar Bühnenperformances auf die Beine. Den Anfang machte das Duo »Vabe« aus Gießen mit »Electric Wave« vor teils bunten, zum Teil skurrilen, teils sogar schrägen Filmaufnahmen im Hintergrund, unterlegt mit Tanz und Gesang. Im Anschluss gab es noch Besuch aus Marburg von der vierköpfigen Band »Rathmann«. Der deutschsprachige Indie-Pop hielt einige Gäste nicht mehr auf ihren Stühlen, wenngleich beim Tanz mit Maske prompt die Frage aufkam, ob das in der Pandemie aktuell überhaupt in Ordnung ist.

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