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Weitere Opfer gesucht

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Die Kripo nahm einen 56-Jährigen fest, der Männer sexuell im Kreis Gießen belästigt haben soll und sucht jetzt weitere Opfer.

Kreis Gießen (red). Kriminalbeamte nahmen kürzlich einen 56-jährigen Mann fest, der im Verdacht steht, mehrere Personen sexuell belästigt zu haben, auch im Kreis Gießen. Er befindet sich aktuell in Untersuchungshaft, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Polizei sucht nun weitere Personen, die der Mann in den letzten Monaten möglicherweise sexuell bedrängt hat. Im vergangenen Sommer erstattete ein 28-Jähriger Anzeige bei der Polizei, nachdem ein zunächst Unbekannter ihn im Auto mitgenommen und sexuell bedrängt hatte. Der 28-Jährige lieferte dabei Hinweise, die die Kriminalbeamten auf die Spur zum Tatverdächtigen brachten. Dieser ist bereits wegen anderer Sexualdelikte polizeibekannt.

Inzwischen liegen drei aktuelle Fälle aus den vergangenen sechs Monaten vor, in denen der Tatverdächtige junge Männer im Alter zwischen 16 und 28 Jahren ungebührlich angefasst haben soll. Hierbei suchte er beiläufig Kontakt zu den Männern und bot ihnen an, sie mit dem Auto mitzunehmen. Im Auto unterhielt er sich mit ihnen und schlug beispielsweise vor, gemeinsam Burger essen zu gehen.

Während der Unterhaltungen belästigte er die Männer sexuell, indem er sie auch anfasste. Teilweise bot er zudem Geld für die Erbringung bestimmter Leistungen an.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ der zuständige Haftrichter des Amtsgerichts Marburg einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 56-Jährigen, den die Kriminalbeamten vollstreckten. Der hellhäutige 56-jährige Beschuldigte ist 1,80 Meter groß, hat eine dickliche Statur und eine Halbglatze mit einem grauen Haarkranz. Er spricht hochdeutsch, ist Raucher und war bisherigen Erkenntnissen zufolge mit einem grauen und einem roten Auto in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen unterwegs.

Die Kripo sucht nach weiteren Opfern, vermutlich jungen Männern. Wer hat ähnliche Erfahrungen machen müssen und diese noch nicht gemeldet? Betroffene Personen werden dringend gebeten, sich unter der Telefonnummer 06421/4060 zu melden.

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