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Weitere Warnstreiks im Kreis Gießen

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IG Metaller streikten auch vor der Gießerei Fritz Winter in Laubach. Foto: IG Metall © IG Metall

IG Metaller protestieren in dieser Woche weiter gegen das Arbeitgeberangebot in Lollar und Laubach.

Kreis Gießen (red). Unter dem Motto »Solidarität gewinnt« beteiligten sich erneut 300 Beschäftigten von Bosch Thermotechnik Lollar und Robert Bosch Lollar Guss an den Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Unterstützt wurden die Streikenden aus Lollar von einer großen Delegation aus den Schunk-Betrieben aus Heuchelheim und Wettenberg sowie von Leica Camera aus Wetzlar, heißt es in einer Pressemitteilung der Industriegewerkschaft (IG) Metall. Zudem versammelten sich in dieser Woche vor der Gießerei Fritz Winter in Laubach Beschäftigte. Es gebe hier viele Beschäftigte in den unteren tariflichen Entgeltgruppen und »gerade für diese sind die derzeitigen finanziellen Mehrbelastungen enorm«, erklärte Mario Wolf, der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Mittelhessen, vor dem Werkstor. Unterstützt wurden die Streikenden von Beschäftigten der Firma Dexion aus Laubach.

Yilmaz Dev, der Betriebsratsvorsitzende von Fritz Winter in Laubach, betonte: »Die letzte ordentliche Entgelterhöhung gab es 2018.«

Stefan Sachs, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen erklärte der Kundgebung in Lollar: »Die enorme Beteiligung an den Warnstreiks zeigt deutlich: Die IG Metall ist in der Lage, die Gangart zu verschärfen. Es liegt an den Arbeitgebern, jetzt Verantwortung zu übernehmen und ein ernsthaftes Angebot vorzulegen.«

Die IG Metall fordert acht Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatte bisher nur eine Einmalzahlung von 100 Euro pro Monat für die nächsten 30 Monate in Aussicht gestellt. Weitere Verhandlungen in den Tarifgebieten Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland verliefen am Donnerstag ergebnislos.

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