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Blick in die Hungener Bitzenstraße. Das von Wolfgang Wagner bereits seit den 1980er Jahren renovierte »Ackerbürgerhaus«, das mit dem Denkmalschutzpreis des Landes Hessen ausgezeichnet wurde, soll in Kürze auch eine Hinweistafel erhalten.

Infotafeln

Wer weiß denn so was?

Kleine Hinweisschilder erklären die Orte, an denen Hungener Geschichte geschrieben wurde. Es sollen noch weitere dazukommen.

Hungen (red/klk). Unter dem Motto »Wer weiß denn so was?«, erklären in Hungen an vielen Stellen der Altstadt kleine weiße Schilder die Orte, an denen Hungener Geschichte geschrieben wurde. Eine Zeitreise durch verschiedene historische Epochen.

Die Infotafeln sind vor allem entlang der Route von Hungens »kleinem Stadtspaziergang« zu finden, der in einem Flyer im Büro des Stadtmarketings, an der Tourist-Info beim Hotel am Markt rund um die Uhr sowie im Rathaus zu haben ist. Damit sind die Informationen zu den dort beschriebenen Stationen nun auch bei einem spontanen Altstadterkundungsgang zugänglich.

Viele Schilder mit kompakten Informationen zur Geschichte der Orte oder Gebäude wurden im Laufe des vergangenen Jahres angebracht. Sie ergänzen die schon von je her vorhandenen Hinweistafeln an Hungens prominentesten und ältesten Baudenkmälern von Stadtkirche und Schloss sowie an der ehemaligen Synagoge. Dabei sind zum Beispiel die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, die Standorte der leider nicht mehr vorhandenen mittelalterlichen Stadttore Ober- und Untertor, das alte Rathaus in der heutigen Traditions-Gaststätte »Zur Reichskrone« mit dem benachbarten Standort des heute im Hessenpark befindlichen alten Amtshauses, die frühere Ratsapotheke und Sitz der Schultheiße im Mittelalter in der heutigen Gaststätte »Zum Otto«, das ehemalige Wohnhaus des hier für eine nachhaltige Forstwirtschaft im 18. Jahrhundert tätigen Forstmeisters Georg-Ludwig-Hartigs, den aus Braunfels nach Hungen zurückgekehrten alten Schlossbrunnen, das Wohnhaus von Hungens Heimatdichter Karl Reinhardt mit der benachbarten Gastwirtschaft seiner Eltern im heutigen »Wirtshaus Sterntaler«, die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute »Alte Grundschule« mit ihrer neuen Bestimmung als Kulturzentrum sowie schließlich Hungens neuester regional bekannter kulinarischer Publikumsmagnet in der Hungener »Käsescheune« in ihrer historischen Umgebung am Standort des alten Brauhauses »Am Zwenger«.

Folgen werden bald noch das mit dem Hessischen Denkmalpreis prämierte »Ackerbürgerhaus« des verstorbenen Hungener Bürgers Wolfgang Wagner in der Bitzenstraße, unweit des früheren Krankenhauses der »Fendtschen Stiftung« und das ehemalige Landratsamt im lange sogenannten »Schlosshotel«.

Vereinsvorsitzende Dr. Julia Marterer-Stingl und ihre Stellvertreterin Martina Beele-Peters bedanken sich bei der Stadt Hungen und den jeweiligen privaten Eigentümern der historischen Gebäude für ihre Unterstützung und hoffen, dass sich ein persönlicher Stadtrundgang für Hungener und Gäste nun noch mehr lohnt.

Und vielleicht gibt es ja auch noch mehr historische Plätze in Hungen zu erläutern - das Stadtmarketing freut sich über Tipps von historisch Interessierten, die Hinweise auf weitere geeignete Orte geben möchten.

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