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Wichtiger sozialer Treffpunkt

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Übergabe des Förderbescheides mit Minister Beuth, Birgit Reichert (Förderverein Freibad), Bürgermeister Wengorsch, Erstem Stadtrat Helmut Schmidt, Hagen Roth (Bauamt), Bademeisterin Manuela Kluge und Prof. Zielinski (v. l.). Foto: Graf © Graf

Hessens Innenminister Peter Beuth übergibt in Hungen einen Förderbescheid über 450 000 Euro für die Sanierung des Freibades.

Hungen (kag). Einen Förderbescheid in Höhe von 448 000 Euro für die Sanierung des Freibades übergab gestern der Hessische Innenminister Peter Beuth an den Hungener Bürgermeister Rainer Wengorsch, der sich freute, dass es beim zweiten Anlauf dann doch geklappt habe, und die Fördergelder nach Hungen fließen. Die Gesamt-Investition belaufe sich auf 1,8 Millionen Euro, sagte Wengorsch, und man hoffe bis zum Frühjahr 2024 mit den Arbeiten fertig zu sein.

Das Freibad in Hungen habe einen hohen Stellenwert. Es sei eine tolle Freizeiteinrichtung für die Familien, und von großer Bedeutung für Kinder und Jugendliche, um Schwimmen zu lernen. In Hungen stehe man dieser Einrichtung sehr nahe und so sei die politische Willensbildung zustande gekommen, die für die Sanierung des Freibades gestanden habe. Man habe große Hoffnung auf das Swim-Programm der Hessischen Landesregierung gesetzt und sei mit dem Förderbescheid belohnt worden, so Wengorsch.

Beim Swim-Programm trage er auf zwei Schultern, sagte Beuth. Er sehe einmal die Sportfamilie, die sich im Freibad treffe, zum andern sehe er die Notwendigkeit die Schwimmfähigkeit unserer Kinder zu erhalten, die während der Pandemie-Zeit stark zurückgegangen sei. Er sei deshalb den Abgeordneten des Landtages dankbar, die es ermöglicht haben, dass innerhalb von fünf Jahren 50 Millionen Euro für die Freibäder ausgegeben werden können, erläuterte der Minister und fuhr fort, bisher habe man Förderbescheide über 42 Millionen Euro in 155 Maßnahmen den Kommunen, aber auch Vereinen geben können. Aber, es sind noch nicht alle Bäder saniert, sagte Minister Beuth.

Es sei ein großes Spaß-, Spiel- und Schwimmbad. Er wünsche den Hungenern, dass alles so gelingt, wie sie es sich vorgenommen haben.

Das Freibad spiele aber auch für die Attraktivität der Kommune eine große Rolle, fuhr Peter Beuth fort. Es habe weh getan, dass man während der Pandemie auf das Sporttreiben habe verzichten müssen. Denn Sport bedeute für uns in Hessen sehr viel, und es sei gut zu sehen, welchen Beitrag der Sport für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft leiste. Im Sport kommen die Menschen zusammen, die sich sonst nicht begegnen würden.

Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vorsitzender des Sportkreises Gießen, dankte aus der Sicht des Sportkreises dem Minister für die Förderung und der Kommune für den Mut, die Sanierung anzugehen. Immerhin seien die Kommunen teilweise kaum in der Lage die Bäder zu erhalten. Er hob auch die gesellschaftliche Komponente, die Integrationsleistung und die Gesundheitsförderung des Sportes hervor. Aber, gute Sporteinrichtungen seien auch ein Mehrwert für jede Kommune und für die Bürgerinnen und Bürger.

Der jährliche Zuschussbedarf für das Hungener Freibad betrage fast 300 000 Euro, sagte Wengorsch, aber die Menschen kommen gerne ins Hungener Bad, es sei eine Oase im Grünen und ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Auch sei Sport eine sozialpolitische Aufgabe, der man sich in Hungen gerne stelle.

Das Freibad wurde 1965 eröffnet und 1991 umfangreich saniert. Aber es ist in die Jahre gekommen. Priorität hat das Schwimmbecken, das mit einer neuen Folienauskleidung und einem neuen Edelstahlbeckenkopf versehen werden soll. Die alten Überlaufrinnen werden durch Edelstahlrinnen ersetzt. Neue Pflasterung des Beckumganges, neue Außenduschplätze und eine neue Badewassertechnik sind ebenfalls notwendig, letzteres auch um die Energieeffizienz zu verbessern.

Bereits im Dezember 2019 gab es eine Präsentation im Bauausschuss, in deren Verlauf das Planungsbüro Oliver Martin den Stand des Freibades und die notwendigen Maßnahmen dem interessierten Kreis der Ausschussmitglieder vortrug. Bereits damals hatte Bürgermeister Wengorsch die Hoffnung, von dem Schwimmbad-Investitions- und Förderprogramm Swim zu profitieren. Im zweiten Anlauf hatte Hungen Erfolg und gleichzeitig konkrete Vorstellungen über den zeitlichen Ablauf.

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